Kamila Jurtin-Jagiello

Tan­zen ist ihre Lei­den­schaft

Die gebürtige Polin Kamila Jurtin-Jagiello unterrichtete in 20 Jahren weit über tausend Kinder und Jugendliche in den verschiedensten Tanzrichtungen. „KLiCK Kärnten“ sprach mit ihr über ihren Werdegang.

Tan­zen ist ihre Lei­den­schaft Kamila Jurtin-Jagiello mit ihrer Tochter Kimberly

© Marta Gillner

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Kami­la Jur­tin-Jagiel­lo wuchs in der pol­ni­schen Groß­stadt Lodz auf. „Ich habe an der Staats­oper mein Diplom gemacht. Hier habe ich mir das Rüst­zeug für den Büh­nen- und Show-Dance ange­eig­net“, erzählt die zier­li­che Tanz­leh­re­rin. Auf einer ihrer vie­len Tour­neen ver­lieb­te sie sich in den Feld­kirch­ner Ton­tech­ni­ker Micha­el Jur­tin. Sie folg­te ihm nach Kärn­ten, wo die bei­den schließ­lich hei­ra­te­ten. Vor 13 Jah­ren kam Toch­ter Kim­ber­ly zur Welt. „Sie tritt in mei­ne Fuß­stap­fen. Sie liebt Pole­dance, Musi­cals und Aeri­al Hoop“, erzählt Jur­tin-Jagiel­lo.

Eige­ne Tanz­schu­le

Nach dem Umzug von Lodz nach Kärn­ten bekam sie in der Tanz­aka­de­mie von Ulri­ke Adler-Wie­ge­le in Feld­kir­chen bald einen Job als Tanz­leh­re­rin. Spä­ter grün­de­te sie mit „Kamila’s Show­dance Aca­de­my“ in Kla­gen­furt ihre eige­ne Tanz­schu­le. In 20 Jah­ren bil­de­te die Pro­fi­tän­ze­rin über tau­send Kin­der und Jugend­li­che in den ver­schie­dens­ten Tanz­rich­tun­gen aus. „Der­zeit sind Pole­dance und Aeri­al Hoop bei den Mäd­chen sehr gefragt“, ver­rät Jur­tin-Jagiel­lo. Der Aeri­al Hoop, auch als Lyra oder Aeri­al Ring bekannt, ist ein kreis­för­mi­ger Stahl­ap­pa­rat, ähn­lich einem Hula-Hoop-Rei­fen, der von der Decke hängt und an dem die Tän­ze­rin­nen Luft­akro­ba­tik auf­füh­ren. Es kann sta­tisch, dre­hend oder schwin­gend ver­wen­det wer­den.

Der Zusam­men­schluss

In den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren mach­te die Pan­de­mie Betrei­bern von Tanz­schu­len einen Strich durch die Rech­nung. „Wir muss­ten unse­re Schü­le­rin­nen online unter­rich­ten, was nicht immer ein­fach war. Des­halb sind wir froh, dass wir wie­der in das Tanz­stu­dio gehen kön­nen. Inzwi­schen habe ich mei­ne Aka­de­mie dem ‚Dance­point‘ in der Rosen­berg­stra­ße in Kla­gen­furt ange­schlos­sen. Da haben wir grö­ße­re Stu­di­os und mehr Mög­lich­kei­ten“, erklärt Jur­tin-Jagiel­lo den Zusam­men­schluss.

„Rocky Hor­ror Show“

Eine beson­de­re Lie­be ver­bin­det die gebür­ti­ge Polin mit dem Musi­cal. „Da kann man sich tän­ze­risch beson­ders gut aus­drü­cken und in zahl­rei­che Rol­len schlüp­fen. Des­halb freue ich mich, dass ich bei der ‚Rocky Hor­ror Show‘ im Mai im Kon­zert­haus in Kla­gen­furt mit­tan­zen darf. Tan­zen ist für mich ein­fach eine Lei­den­schaft, in der man sich immer wie­der neu erfin­den darf“, betont Jur­tin-Jagiel­lo.

Die Hei­mat

Den Kon­takt in die pol­ni­sche Hei­mat ver­lor die Tanz­leh­re­rin nie. „Mei­ne Eltern kom­men mit mei­nem Bru­der jeden Som­mer zu Besuch an den Wör­ther­see. Mein Ehe­mann Micha­el, mei­ne Toch­ter Kim­ber­ly und ich ver­brin­gen Weih­nach­ten in Lodz. So sehen ich mei­ne Fami­lie min­des­tens zwei Mal im Jahr“, schil­dert Jur­tin-Jagiel­lo.

 

05.04.2022 06:45 - Update am: 05.04.2022 06:47
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Tan­zen ist ihre Lei­den­schaft Kamila Jurtin-Jagiello mit ihrer Tochter Kimberly

© Marta Gillner