Alarmiert zeigen sich Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig angesichts heutiger Medienberichte, wonach die Finanzmarktaufsicht an den strengen Vergaberegeln für Wohnkredite festhalten möchte. „Das ist eine verheerende Botschaft für alle Menschen im Land, die sich ein Wohnungseigentum aufbauen möchten, denn die starren Richtlinien machen Wohnkredite für viele so gut wie unerreichbar“, warnen Kaiser und Schaunig.
Strikte Vorgaben erschweren Eigentumserwerb
Die KIM-Verordnung schreibt vor, dass Kreditwerber mindestens 20 Prozent Eigenkapital mitbringen müssen und die Kreditbelastung höchstens 40 Prozent des Nettohaushaltseinkommens betragen darf. Diese Anforderungen machen es insbesondere Menschen ohne Vermögen und hohes Einkommen nahezu unmöglich, einen Wohnkredit zu erhalten.
Landespolitiker fordern Lockerung
In diversen Konferenzen haben die Bundesländer wiederholt eine Lockerung der Wohnkreditrichtlinien gefordert. Kaiser und Schaunig kritisieren, dass selbst die Wohnbauförderung nicht als Eigenmittel anerkannt wird. Sie verweisen auf weniger strenge Regelungen in Bayern, die trotz EU-Vorgaben möglich sind.
Dringender Appell an den Bund
Kaiser und Schaunig appellieren an den Bund, die Verordnung zu entschärfen, um mehr Menschen den Zugang zu Wohnkrediten zu ermöglichen. „Es wird Geld für Wohnbau ausgeschüttet, aber junge Familien scheitern an den hohen Kredithürden“, so die Landespolitiker.