Zeichen für Toleranz
Regenbogen-Zebrastreifen neu auf dem Heuplatz
Fast alle Vertreter der Stadt freuen sich über das Zeichen der Offenheit, Toleranz und Vielfalt. Die politischen Stimmen zum Regenbogen-Zebrastreifen am Heuplatz im „KLiCK Kärnten“-Überblick.
© StadtKommunikation/Dietmar Wajand
Jetzt hat auch die Stadt Klagenfurt einen Regebogen-Zebrastreifen als Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung. Er befindet sich am Heuplatz. Bürgermeister Christian Scheider ist stolz auf dieses „Zeichen der Toleranz“: „Wir treten in Klagenfurt dafür ein, dass sich jeder und jede entfalten und so leben kann, wie er oder sie möchte.“
Auch Jugendliche wünschten sich mehr Farbe
Besonders für den Regebogen-Zebrastreifen stark gemacht hat sich Stadträtin Corinna Smrecnik, die sagt: „Auch beim Projekt ‚Wir bewegen was’ haben sich die Klagenfurter Jugendlichen mehr Farbe in der Stadt gewünscht und es freut mich, dass dieser Wunsch erfüllt werden konnte und gleichzeitig wichtige Werte wie Toleranz und Akzeptanz vermittelt werden. Die letzten Fälle von Diskriminierung haben gezeigt, dass noch mehr öffentliches Bewusstsein geschaffen werden muss, und gerade dafür ist der Regebogen-Zebrastreifen ein symbolisches Zeichen mit starker Aussagekraft.“
Antrag für Umsetzung
Stadtrat Max Habenicht freut sich über das Symbol für Weltoffenheit in einem urbanen Klagenfurt. Die Gemeinderäte Julian Geier, Michael Gussnig und Christian Glück haben sich für den Zebrastreifen eingesetzt, die Umsetzung forderte Geier in einem selbständigen Antrag.
LGBTIQ-Community sichtbar machen
Freude über das Symbol herrscht auch bei Anna-Maria Schuster, der Landesvorsitzenden der SoHo Kärnten/Koroška (sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation): „Die Ereignisse der letzten Monate haben gezeigt, dass es gerade jetzt ein klares Zeichen der Landeshauptstadt nach außen braucht, um die LGBTIQ*-Community sichtbar zu machen. Durch Hass und Vandalismus wurden mehrmals Versuche unternommen, die Community einzuschüchtern, doch wir bleiben sichtbar und stolz und lassen uns von niemanden ausgrenzen!“
Skepsis bei Wassermann
Skeptisch ist Verkehrsreferentin Sandra Wassermann. Sie meint: „Nach Rücksprache mit Experten bin ich zum Entschluss gekommen, als verantwortliche Verkehrssicherheits-Stadträtin diesen Antrag nicht einzubringen. Der bunte Hintergrund wirkt ablenkend, aus diesem Grund kann es zu Unfällen kommen. Sollte die Ampel am Heuplatz ausfallen, entsteht ein erhöhtes Verkehrsrisiko.“ Es gibt, so Wassermann, auch andere Möglichkeiten, Toleranz und Offenheit zu zeigen.

Rechtlich in Ordnung
Diese Bedenken teilt Scheider nicht: „Der Zebrastreifen ist durch die bunten Farben nicht nur sichtbarer für alle Verkehrsteilnehmer, sondern sorgt gleichzeitig auch für mehr Sicherheit für Fußgänger. Internationale Verkehrsexperten bestätigen, dass der Regenbogen-Zebrastreifen der Straßenverkehrsordnung entspricht. Die Felder zwischen den weißen Längsstreifen eines Schutzweges müssen nicht zwingend asphaltgrau sein, sie müssen nur einen ausreichenden Kontrast bilden. Sonst würden das auch Städte wie Wien, Linz, Innsbruck, München oder Berlin nicht umsetzen. Die rechtliche Qualität des Schutzweges ist definitiv gegeben!“
