Ausflugsziel
Wo zwei Ochsen versunken sind
Das Meerauge auf 1.052 Meter Seehöhe im Bodental ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Steig zum und rund um das Meerauge wurde mittels eines EU-Projektes saniert und behindertengerecht gemacht. "KLiCK Kärnten" umrundete das Naturschauspiel.
Das Meerauge liegt im Bodental in der Gemeinde Ferlach und ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Das Meerauge ist ein in der Eiszeit durch einen Gletscher erzeugtes Toteisloch. Das durch Algen hervorgerufene türkis-blaue Wasser begeistert die Besucher das ganze Jahr über und lockt Sommer wie Winter zahlreiche Besucher in das Bodental.
Eine Legende
Laut einer Sage heißt es, dass das Meerauge unterirdisch mit anderen Gewässern, ja, sogar mit dem Meer verbunden sein soll. So soll dem Bodenbauer bei der Heuernte einmal ein voll beladenes Ochsengespann durchgegangen und in das Meerauge gestürzt sein. Der Bauer konnte Minuten später nur noch tatenlos zusehen, wie die Heufuhre samt den Ochsen versank. Etliche Wochen später soll man am Veldeser See auf der anderen Seite der Karawanken das Joch des Gespanns schwimmend gefunden haben.
Ein Gedicht
Die Legende können die Besucher auf einer Bildtafel direkt am Meerauge nachlesen:
„Einst sanken zwei Ochsen mit Wagen und Heu
— in die Tiefe — es war in Sekunden vorbei.
Nichts zeugte vom Unglück, vom finsteren Grauen.
Nicht die Welle, die kleinste konnt’ das Auge erschauen.
Erst Wochen danach und jenseits der Höh’
trieb das Ochsenjoch drüben im Veldeser See!“
- Das Meerauge im Bodental auf 1.052 Meter Seehöhe ist ein vielbesuchtes Tourismusziel.
- Hier ist die Legende festgeschrieben.
- Der neue Steg aus feinsten Lärchenholz.

