Klagenfurt
Leistbarer Wohnraum darf nicht geopfert werden
Ein geplantes Veranstaltungszentrum soll die Kärntner Landeshauptstadt zum Glanzpunkt auf Österreichs Eventkarte machen. 20 Millionen Euro sollen investiert werden, doch die Finanzierung birgt Konfliktpotenzial.
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Millionenprojekt mit Haken
10 Millionen Euro sollen von der Messe selbst kommen, 5 Millionen vom Land, und der Rest, so die Forderung, von der Stadt. Doch die SPÖ warnt: Das Geld für den städtischen Anteil soll aus dem Budget für leistbaren Wohnraum stammen.
Wirtschaftskammer in der Kritik
Der dritte Eigentümer der Messe, die Wirtschaftskammer, weist Rücklagen von 54 Millionen Euro aus, doch will sich nicht an der Finanzierung beteiligen. Die SPÖ kritisiert dies scharf. “Anstatt die Mittel wieder in die lokale Wirtschaft zu investieren, verwaltet man diese lieber in Bilanzen”, heißt es seitens der Partei.
Stadt und Bürger im Fokus
Die SPÖ betont, dass die Stadt bereits finanziell belastet sei und nicht weiter zur Kasse gebeten werden dürfe. Die Sorge um die Zukunft leistbarer Wohnungen und dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen städtischer Wohnungen steht im Vordergrund. Stadtplanungsreferentin Constance Mochar warnt: “Strategisch wichtige Ressourcen für leistbaren Wohnraum dürfen nicht geopfert werden.”
Klare Forderungen an die WKO
Für die SPÖ steht fest: Ein Veranstaltungszentrum kann nur dann begrüßt werden, wenn die Wirtschaftskammer ihren gerechten Anteil leistet. Die Partei fordert Verantwortung und Beteiligung der WKO, um die Interessen der Stadt und ihrer Bewohner zu schützen.
