Großübung
Bundesheer schützt Klinikum und Flughafen
In Kärnten, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland läuft derzeit die größte Bundesheerübung seit über zehn Jahren. Am Dienstag (18. Juni) erlebte Klagenfurt den Höhepunkt der Übung „Schutzschild 24“. Hunderte Soldaten sicherten das Klinikum und den Flughafen, während Eurofighter ein „feindliches“ Flugzeug zur Landung zwangen.
© Bundesheer
Es war laut und spektakulär, als am Dienstag in Klagenfurt die Eurofighter aufstiegen. Die Übungsannahme: Ein Flugzeug versucht atomare, biologische oder chemische Kampfstoffe nach Österreich zu schmuggeln. Kärntens Militärkommandant Philipp Eder erklärte: „Die Eurofighter haben das Flugzeug gezwungen zu landen. Die Piloten wurden festgenommen und das Material wird nun von unserer ABC-Abwehr untersucht und entsorgt.“
Neuralgische Punkte im Fokus
Am Flughafen wurde auch die Zusammenarbeit mit Polizei, Rettung und Feuerwehr geübt, um für Krisenfälle bestens vorbereitet zu sein. Das Klinikum und der Flughafen wurden nicht zufällig gewählt, betonte Eder: „Der Flughafen ist ein wichtiger Transportknoten, sowohl für zivile als auch für militärische Kräfte. Das Klinikum ist essenziell für die Versorgung der Kärntner Bevölkerung und das Militär im Ernstfall.“
Kampfmittelspürhund im Einsatz
Am Klinikum Klagenfurt fanden seit Tagen Zutrittskontrollen und Fahrzeugdurchsuchungen statt. Am Dienstag hatte Kampfmittelspürhund Forrest seinen großen Auftritt. In einem präparierten Auto spürte er eine Waffe auf, was zur Festnahme des Verdächtigen führte.
Übung geht weiter
Die Übung im Großraum Klagenfurt läuft noch bis Freitag. Über 1.000 Soldaten sind daran beteiligt und werden nach Abschluss der Übungen wieder abrücken.
- ABC-Abwehr-Spezialisten dekontaminieren zum Training ein Feuerwehrfahrzeug.
- Der Blackhawk-Hubschrauber landete präzise auf dem Übungsgelände und demonstrierte die schnelle Einsatzfähigkeit des Bundesheeres.