Klagenfurt

Rat­haus: Wenn die Fet­zen flie­gen…

Das Klagenfurter Rathaus wird, sollte nicht bald Vernunft bei allen Parteienvertretern einkehren, zum Tollhaus! Beinah täglich „verlässt“ eine negative Meldung die Tintenburg am Neuen Platz – an Beispielen fehlt es leider nicht.

Rat­haus: Wenn die Fet­zen flie­gen… Derzeit sorgen Nachrichten einer internen SP-Chatgruppe für Kopfschütteln, weil deren öffentlich gewordener Inhalt wenig Schmeichelhaftes über andere Klagenfurter Parteigranden enthält.

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Eini­ge „Affä­ren“ gefäl­lig? Das Thea­ter um den alten und neu­en Magis­trats­di­rek­tor, der Skan­dal um die Wohn­ge­sell­schaft, der Wir­bel um das geplan­te Mes­se-Ver­an­stal­tungs­zen­trum mit Dis­kus­sio­nen über eine logi­sche finan­zi­el­le Betei­li­gung der „rei­chen“ Wirt­schafts­kam­mer, Prü­fun­gen für den Hal­len­bad-Stand­ort, die Über­stun­den­af­fä­re mit Kla­gen und Erhe­bun­gen der Staats­an­walt­schaft, die Spit­zel-Affä­re, eine geplatz­te Arbeits­ge­mein­schaft, mög­li­che Refe­rats­än­de­run­gen, Rück­tritts­auf­for­de­run­gen usw. usw. Die Lan­des­haupt­stadt wird zur Lach­num­mer in Öster­reich. Der­zeit sor­gen Nach­rich­ten einer inter­nen SP-Chat­grup­pe für Kopf­schüt­teln, weil deren öffent­lich gewor­de­ner Inhalt wenig Schmei­chel­haf­tes über ande­re Kla­gen­fur­ter Par­tei­gran­den ent­hält. Die Lind­wurm­städ­ter Roten argu­men­tie­ren, dass „eini­ges aus dem Zusam­men­hang geris­sen sei und man sich bei jenen ent­schul­di­gen möch­te, die sich durch gewis­se Äuße­run­gen belei­digt füh­len wür­den“. Das wäre so nicht beab­sich­tigt gewe­sen, zudem wol­le man kei­nes­falls die Stadt „schlecht­re­den“, wohl aber intern über Ver­säum­nis­se der ande­ren Par­tei­en dis­ku­tie­ren und die­se auf­zei­gen. Mot­to: Was kön­nen wir bes­ser machen? Eine Kri­tik am der­zeit amtie­ren­den „ahnungs­lo­sen“ Magis­trats­di­rek­tor sei aller­dings berech­tigt gewe­sen. Die­se Mei­nung hät­te man zudem öffent­lich geäu­ßert.

Tja – so ist es bei Chat­grup­pen, dass man letzt­lich nie weiß, wann ein Mit­glied etwas nicht mit­tra­gen will und heim­lich eine Zei­tung infor­miert. Schon der alte Juli­us Cae­sar soll ein­mal gesagt haben: „Ich lie­be den Ver­rat, aber has­se den Ver­rä­ter!“ Wie auch immer – dies­mal schos­sen sofort TK, Grü­ne und VP schrift­li­che „Gift­pfei­le“ ab. Die FP schloss sich dem an. Und immer wie­der fin­den auch die Neos Grün­de, den Zei­ge­fin­ger zu erhe­ben. Bei ande­ren Gele­gen­hei­ten, etwa bei der Kri­tik am Bür­ger­meis­ter, waren es etwa SP und VP. Bis zur nächs­ten Gemein­de­rats­wahl dau­ert es noch ein Weil­chen. Jetzt soll­te am Neu­en Platz end­lich Ruhe ein­keh­ren! Schluss mit dem Kas­per­thea­ter! Die Men­schen haben genug von Skan­da­len, Skan­däl­chen und auf­ge­bla­se­nen künst­li­chen Schwei­ne­rei­en. Das kata­stro­pha­le Bild, dass im Haus hin­ter dem Lind­wurm nur mehr die Fet­zen flie­gen, muss sich in Luft auf­lö­sen! Spä­tes­tens jetzt wäre es an der Zeit, dass sich alle Par­tei­chefs die Hän­de rei­chen und die Rück­kehr zu einer nüch­ter­nen Sach­po­li­tik gelo­ben. Das gilt selbst­ver­ständ­lich auch für die Bür­ger­meis­ter­par­tei TK, die kei­nes­falls frei von Skan­da­len ist. Aber auch für die nicht immer glor­reich agie­ren­de Kla­gen­fur­ter VP, für „schnell schie­ßen­de“ Ver­tre­ter der roten Mehr­heit, für „Anpat­zer“ bei den Grü­nen und den selbst ernann­ten Auf­de­ckern bei den Neos. Bleibt nur der Auf­ruf: Arbei­tet ab sofort inten­siv für die Kla­gen­fur­te­rin­nen und Kla­gen­fur­ter, die sich gewis­se Vor­fäl­le bis zum nächs­ten Urnen­gang mög­li­cher­wei­se mer­ken wer­den. Egal, wel­che Arbeits- und Zweck­ge­mein­schaf­ten. Egal, wel­che Koali­tio­nen. Egal, wel­che Mehr­hei­ten! Egal, wel­che Par­tei­en. Schließ­lich sind in Kla­gen­furt in nächs­ter Zeit gro­ße Pro­jek­te zu stem­men! Und die Bevöl­ke­rung liebt es, wenn gut bezahl­te Volks­ver­tre­ter ein­an­der mit Offen­heit, Ehr­lich­keit und Respekt begeg­nen. Über alle Par­tei­gren­zen hin­weg….

-mg

19.06.2024 08:01
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Rat­haus: Wenn die Fet­zen flie­gen… Derzeit sorgen Nachrichten einer internen SP-Chatgruppe für Kopfschütteln, weil deren öffentlich gewordener Inhalt wenig Schmeichelhaftes über andere Klagenfurter Parteigranden enthält.

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