Klagenfurt
Paukenschlag: Vize-Bürgermeister tritt zurück
Ein politisches Erdbeben erschüttert Klagenfurt! Vizebürgermeister Philipp Liesnig (SPÖ) hat überraschend seinen Rücktritt verkündet. Dies kommt nach den turbulenten Ereignissen im Rathaus und sorgt für großes Aufsehen in der Landeshauptstadt.
Er wollte für Klagenfurt etwas weiterbringen, nun hat Vizebürgermeister Philipp Liesnig (SPÖ) sein Amt niedergelegt.© KK
Wie der ORF berichtet, nannte Liesnig als Grund für seinen Rücktritt nicht die zuletzt bekannt gewordenen internen Chat-Nachrichten der SPÖ, sondern das „toxische Klima“ im Rathaus. In einer Aussendung betonte er, dass die letzten Wochen und Monate alles andere als rühmlich für die Klagenfurter Stadtpolitik gewesen seien. „Kaum einen Tag habe ich erlebt, an dem das gemeinsame Ziel über die trennende Taktik gestellt worden wäre“, sagte Liesnig.
„Buberl-Partie“ verantwortlich
Liesnig kritisierte in seiner Erklärung die politischen Mitbewerber scharf und sprach von einer „kleinen Buberl-Partie“, die versucht habe, das Rathaus und die Stadt in Geiselhaft zu nehmen. Er räumte ein, dass es ihm nicht gelungen sei, dieses negative politische Klima zu durchbrechen und hoffe nun, dass sein Rücktritt die Pattsituation auflöst.
Konsequenzen gezogen
Stadtparteiobmann Philip Kucher erklärte, man habe gemeinsam die Konsequenzen aus den letzten Monaten gezogen. Er betonte, dass Liesnig nicht zum Rücktritt gedrängt wurde, sondern diese Entscheidung in Absprache mit der Parteiführung, einschließlich Landeshauptmann Peter Kaiser, getroffen habe. „Es ist eine Lösung, wo er auch persönlich Verantwortung übernimmt“, sagte Kucher.
Zukunft der SPÖ Klagenfurt
Wer die Nachfolge von Liesnig antreten wird, ist noch offen. Am Montag tritt der Parteivorstand der SPÖ Klagenfurt zusammen, um die Neuaufstellung zu besprechen. Es gibt bereits Favoriten, wie Kucher andeutete.
Reaktionen der politischen Konkurrenz
Der Rücktritt Liesnigs löste auch Reaktionen bei den anderen Parteien aus. Julian Geier von der Stadt-ÖVP warf der SPÖ vor, die Chat-Affäre aussitzen zu wollen und hoffte auf eine Wende in der Klagenfurter Politik. Margit Motschiunig Stadtparteiobfrau von den Grünen bezeichnete den Rücktritt als „wichtigen und richtigen Schritt“, betonte jedoch, dass dies allein nicht ausreiche, um den politischen Stillstand zu beenden. Sie forderte eine gemeinsame Anstrengung aller politischen Kräfte für einen nachhaltigen Wandel in der Stadtpolitik.
Das politische Klima in Klagenfurt bleibt angespannt. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob der Rücktritt von Liesnig wirklich die erhoffte Veränderung bringt und wie die SPÖ die entstandene Lücke füllen wird.
