Klagenfurt

Spaß und Inno­va­ti­on für die klei­nen For­scher

Der MINT-Kindergarten Sonnenschein setzte in Kooperation mit dem Makerspace Carinthia ein Zeichen für die Umwelt. Das Jahresprogramm der 31 angehenden Schulkinder im Zeichen von Nachhaltigkeit, Kreativität und Technik.

Spaß und Inno­va­ti­on für die klei­nen For­scher

© WKK/Peter Just

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Vom ers­ten Kin­der­gar­ten­tag an erle­ben die Kin­der im MINT-Kin­der­gar­ten Son­nen­schein der Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt haut­nah, wie span­nend und viel­fäl­tig MINT-The­men sein kön­nen. „Durch geziel­te Impul­se sind Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik, Natur­wis­sen­schaf­ten und Tech­nik ein fixer Bestand­teil unse­res Pra­xis­all­tags, um Zukunfts­kom­pe­ten­zen zu för­dern und die Inter­es­sen auf­zu­grei­fen. Dabei kom­men Reagenz­glä­ser, Bal­ken­waa­gen, digi­ta­le Mikro­sko­pe sowie auch Elek­tro­nik-Mate­ria­li­en und vie­les mehr zum Ein­satz”, erklärt Danie­la Wrum­nig, Lei­te­rin des Kin­der­gar­tens und Pio­nie­rin der MINT-Ver­mitt­lung in Kärnt­ner Kin­der­gär­ten.

31 Vor­schul-Kin­der haben teil­ge­nom­men

Im heu­ri­gen Kin­der­gar­ten­jahr beschäf­tig­ten sich im Rah­men des Jah­res­pro­jek­tes „Gemein­sam an mor­gen den­ken“ 31 Vor­schul-Kin­der in Koope­ra­ti­on mit dem Maker­space Car­in­thia mit dem The­ma Nach­hal­tig­keit. Die Ergeb­nis­se und Erfah­run­gen wur­den im Rah­men einer Abschluss­prä­sen­ta­ti­on vor­ge­stellt. Das Ziel war es, die Kin­der für Nach­hal­tig­keit zu sen­si­bi­li­sie­ren und ihnen tech­ni­sche Kom­pe­ten­zen zu ver­mit­teln. “Durch die Erfah­run­gen im Maker­space Car­in­thia haben sie gelernt, ihren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck zu ver­klei­nern und sich aktiv mit Umwelt­schutz und Tech­nik aus­ein­an­der­zu­set­zen“, so Wrum­nig.

Eine Rei­se vol­ler Ent­de­ckun­gen

Bunt und viel­fäl­tig war das Pro­gramm der klei­nen For­scher. Sie haben Plas­tik­spiel­zeug geschred­dert und im Spritz­guss­ver­fah­ren zu neu­em, selbst ent­wor­fe­nem Sand­spiel­zeug recy­celt, Logos und Moti­ve im Sieb- und Ther­mo­trans­fer­druck designt und gedruckt. Außer­dem wur­den Schnee­flo­cken mikro­sko­piert. Um die Lern­pro­zes­se und Erfah­run­gen zu sichern, zeich­ne­ten die Kin­der ihre For­scher­be­rich­te, in denen sie die The­men Pro­duk­ti­on und Recy­cling fest­hiel­ten. „Wir haben die Kin­der spie­le­risch in die Welt der Tech­nik ein­ge­führt, sie konn­ten ver­schie­de­ne Maschi­nen und Beru­fe ken­nen­ler­nen. Gleich­zei­tig haben wir mit ihnen span­nen­de Expe­ri­men­te mit Strom und Robo­tern gemacht. Am meis­ten hat sie der 3D-Dru­cker fas­zi­niert“, erin­nert sich Tho­mas Moser, Geschäfts­füh­rer des Maker­space Car­in­thia, der die Kin­der mit Boris Ben wäh­rend ihres Auf­ent­hal­tes betreu­te.

Tech­ni­ker der Zukunft

In Prä­sen­ta­tio­nen lie­ßen die Kin­der das Pro­jekt­jahr Revue pas­sie­ren. „Wir haben vie­le Expe­ri­men­te gemacht“, so etwa Fre­de­rik, der beson­ders stolz auf sein ers­tes selbst gestal­te­tes T‑Shirt ist. „Dafür haben wir sogar ein Logo für unse­ren Kin­der­gar­ten ent­wor­fen“, ergänzt Ayleen stolz. Im Win­ter haben sie Schnee­flo­cken unter­sucht. „Das war span­nend. Als Andenken hat jeder eine Schnee­flo­cke aus dem 3D-Dru­cker bekom­men, das Design stammt von uns.“

Poli­ti­ker zeig­ten sich begeis­tert

Fas­zi­niert von den Arbei­ten der Kin­der war auch Stadt­rä­tin Con­s­tance Mochar, die den Kin­dern und auch den Päd­ago­gin­nen Respekt zoll­te: „Den Kin­dern wur­de die Angst vor Neu­em genom­men, indem sie eine Ein­füh­rung in die The­men­be­rei­che Natur­wis­sen­schaft und Tech­nik erhiel­ten. Sie haben die Anre­gung bekom­men, ein­fach aus­zu­pro­bie­ren und sich den Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len. Hut ab vor den tol­len Leis­tun­gen.“ Auch Bun­des­rat Man­fred Mertl zeig­te sich beein­druckt: „Das Wis­sen der Kin­der ist sen­sa­tio­nell. Gemein­sam mit den Päd­ago­gen und Eltern kann die Zukunft erfolg­reich gestal­tet wer­den. Um die Wirt­schaft zu för­dern ist es wich­tig, sich für die Krea­ti­vi­tät und Inno­va­ti­on von den jun­gen Men­schen ein­zu­set­zen.“ Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Mar­kus Mal­le dank­te WK-Prä­si­den­ten Jür­gen Man­dl für die Unter­stüt­zung und Wei­ter­füh­rung des Pro­jek­tes.

Kin­der für MINT-Fächer früh begeis­tern

Prä­si­dent Jür­gen Man­dl war vom Enga­ge­ment der Kin­der und Päd­ago­gin­nen begeis­tert. „In einer Welt vol­ler Tech­nik und Inno­va­ti­on brau­chen wir jun­ge Talen­te, die krea­tiv mit die­sen Her­aus­for­de­run­gen umge­hen kön­nen. Des­halb ist es wich­tig, Kin­der schon früh für MINT-Fächer zu begeis­tern. Fach­kräf­te in den MINT-Berei­chen wer­den immer knap­per. Des­halb set­zen wir auf die Kraft der Bil­dung und machen unse­re Kin­der­gär­ten zu Sprung­bret­tern für eine erfolg­rei­che Zukunft.“

23.06.2024 13:00 - Update am: 23.06.2024 13:04
Anzeige