Festakt
800 Jahre an einem Nachmittag erlebt
Vergangenen Samstag tauchten die Besucherinnen und Besucher in die 800-jährige Geschichte der Burg Eichelberg in Wernberg ein.
© Gemeinde Wernberg
Die erste urkundliche Erwähnung der Burgruine Eichelberg geht auf das Jahr 1224 zurück. Sie befand sich damals im Besitz von Reinher von Eychelberc, einem siegreichen Turnierreiter (siehe „Zur Sache“ unten). Dieses Jubiläum nahmen die „Freunde der Burgruine Eichelberg“ und die Gemeinde Wernberg zum Anlass, um bei einem Festakt am vergangenen Samstag mit den Besucherinnen und Besuchern in die Geschichte des Mittelalters einzutauchen.
Historischer Vortrag
„Wir haben die Jubiläumsfeier bewusst nicht als Mittelalter-Spektakel organisiert, sondern wir wollen uns mit den historischen Tatsachen beschäftigten“, sagte Bürgermeisterin Doris Liposchek in ihren Grußworten. Als Vortragenden durfte sie den renommierten Historiker Peter Wiesflecker begrüßen, dem es mit seinem spannenden Vortrag gelang, die Burg in den Gedanken der geschichtlich interessierten Besucherinnen und Besucher zum Leben zu erwecken. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Ensemble „Hortus Musicus“ sowie von Alois Gasser und seinen „mittelalterlichen“ Freunden aus Judenburg und Umgebung und seinen Freunden des Vereins „Asgardareid – die wilde Jagd“.

Interessiertes Publikum
Den historischen Nachmittag ließen sich nicht entgehen: Brigitte und Markus Orsini-Rosenberg als Vertreter der Eigentümerfamilie, Bürgermeister im Ruhestand Franz Zwölbar, Vizebürgermeisterin Marlene Rogi, Gemeindevorstand Adam Müller, die Gemeinderätinnen Patricia Arneitz, Alexandra Mitterböck und Christiane Neumann, die Gemeinderäte Christian Gritschacher, Michael Knes, Franz Liposchek und Gottfried Struckl, die Baumeister der gelungenen Burgrevitalisierung Albrecht und Lukas Ebensperger aus Südtirol sowie Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach Tourismus GmbH.

Weitere Aktivitäten
Die Jubiläumsfeier „800 Jahre Burg Eichelberg“ soll der Auftakt für weitere Aktivitäten sein. „Gemeinsam mit den Freunden der Burgruine Eichelberg planen wir Führungen und kleinere Veranstaltungen, um die Geschichte der Burg weiterhin lebendig und erlebbar zu machen“, kündigte Bürgermeisterin Liposchek am Ende ihrer Ansprache an.
Zur Sache
Die Historie: Die im Bereich der Ossiacher Tauern in der Gemeinde Wernberg gelegene Burgruine Eichelberg wurde im Jahr 1224 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte dem erfolgreichen Turnierreiter Reinher von Eychelberc. 1427 erhielt der Villacher Bürger Hans Khevenhüller die Burg als Pfandbesitz. Er wurde vier Jahre später mit der Burg „Aichelberg“ belehnt und somit in den Adelsstand erhoben. Seit damals führen die Khevenhüller, die im 14., 15. und 16. Jahrhundert Landeshauptleute und Feldherren stellten, den Beinamen „von Aichelberg“.
Seit 1839 steht die Burg im Eigentum der Familie Orsini-Rosenberg und wurde 1994 unter Denkmalschutz gestellt. 2016 ergriffen Brigitte Orisini-Rosenberg und der damalige Bürgermeister Franz Zwölbar die Initiative, um die Burg zu revitalisieren. Die Arbeiten wurden 2021 abgeschlossen.
