WorldSkills

Kärnt­ner Quin­tett kämpft um den Welt­meis­ter­ti­tel

Von 10. bis 15. September 2024 finden in Lyon die WorldSkills statt. Florian Dörfler, Georg Kelih, Simon Wieland, Florian Napetschnig und Dominik Ruhdorfer wollen Gold für Kärnten erobern.

Kärnt­ner Quin­tett kämpft um den Welt­meis­ter­ti­tel Jürgen Kraft, Josef Petritsch, Doris Mandl, WK-Präsident Jürgen Mandl, Michael Velmeden, Brigitte Truppe, Josef Ukowitz und Christof Doboczky (hinten von links) sowie Dominik Ruhdorfer, Florian Napetschnig, Simon Wieland und Florian Dörfler (vorne von links).

© WKK/Foto Horst

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Im Sep­tem­ber ver­wan­delt sich das Mes­se- und Kon­gress­zen­trum Eurox­po Lyon zur Büh­ne für die bes­ten „Young Pro­fes­sio­nals“ der Welt. Inmit­ten des Schau­laufs der Kom­pe­ten­zen: ein jun­ges Quin­tett aus Kärn­ten, das in der „Gran­de Nati­on“ Gro­ßes voll­brin­gen will. Bau- und Möbel­tisch­ler Flo­ri­an Dörf­ler aus Wei­ten­sfeld, Elek­tro­ni­ker Georg Kelih aus Fer­lach und Restau­rant­fach­mann Simon Wie­land aus Krump­fen­dorf sowie das Mecha­tro­ni­ker-Duo Flo­ri­an Napet­sch­nig aus Diex und Domi­nik Ruh­dor­fer aus Michel­dorf grei­fen nach Edel­me­tall.

„Bot­schaf­ter unse­res Lan­des“

Für Jür­gen Man­dl, Prä­si­dent der WKO-Kärn­ten, ist bei der Vor­stel­lung Medail­len­hoff­nun­gen schon jetzt klar: „Die­ses Fach­kräf­te sind die Bot­schaf­ter unse­res Lan­des und Pio­nie­re der beruf­li­chen Zukunft! Sie rei­sen zu den Berufs­welt­meis­ter­schaf­ten, um zu demons­trie­ren, dass Kärn­ten nicht nur für Tra­di­tio­nen, son­dern auch für Fort­schritt, Inno­va­ti­on und her­aus­ra­gen­de Berufs­aus­bil­dung steht. Mehr noch: Als inspi­rie­ren­de Vor­bil­der zei­gen sie ande­ren jun­gen Men­schen, dass beruf­li­che Aus­bil­dung, Wil­le und Leis­tung der Schlüs­sel zum Erfolg sind.”

Quin­tett ist top vor­be­rei­tet

Bereits seit Mona­ten trai­niert das Quin­tett — unter Anlei­tung von eige­nen Coa­ches — jeden Hand­griff, geht jedes Sze­na­rio durch und sam­melt auch inter­na­tio­na­le Wett­kampf­erfah­run­gen. „Neben Wochen­end- und Abend-Trai­nings in mei­nem Betrieb habe ich auch eine inter­na­tio­na­le Com­pe­ti­ti­on mit Ver­tre­tern aus sechs Län­dern in der Schweiz absol­viert“, erzählt etwa Flo­ri­an Dörf­ler. Peter Leo­pold Prei­nig, Lan­des­in­nungs­meis­ter der Tisch­ler, betont: „Unse­re Tisch­ler sind nicht nur in der Lage, anspruchs­vol­le und krea­ti­ve Pro­jek­te umzu­set­zen, son­dern sie ste­hen auch für Prä­zi­si­on, Inno­va­ti­ons­kraft und hand­werk­li­ches Kön­nen.”

Elek­tro­ni­ker hat Gold im Visier

Unter Strom steht auch bereits Georg Kelih. Den HTL-Schü­ler, der im „Skill“ Elek­tro­nik antritt, zog es zur Vor­be­rei­tung gar nach Abu Dha­bi. „Ich muss noch schnel­ler wer­den, die Hand­grif­fe müs­sen in Fleisch und Blut über­ge­hen — das ist der­zeit mein Haupt­fo­kus und habe ich beim Aus­lands­trai­ning auch wahr­ge­nom­men“, zeigt sich der „Young Pro­fes­sio­nal“ selbst­kri­tisch. Ob er das noch hin­be­kommt? „Klar, ich rei­se ja nach Lyon, um Gold zu holen“, lässt Kelih kei­ne Zwei­fel auf­kom­men.

Tou­ris­mus-Land Kärn­ten

In Lyon abräu­men will auch Restau­rant­fach­mann Simon Wie­land. „Falls ich gewin­ne, möch­te ich mir gemein­sam mit einem Freund einen Traum ver­wirk­li­chen: Ich will der jüngs­te selbst­stän­di­ge Gas­tro­nom Kärn­tens wer­den.“ Der WM-Teil­neh­mer könn­te eine stol­ze Serie fort­set­zen, wie der zustän­di­ge Spar­ten­ob­mann für Tou­ris­mus, Josef Petrit­sch, betont. „Die öster­rei­chi­schen Leis­tun­gen bei Berufs­welt­meis­ter­schaf­ten sind nahe­zu mär­chen­haft. Seit 1979 haben wir in den Tou­ris­mus- und Gas­tro­be­ru­fen stets min­des­tens ein ‚Medal­li­on for Excel­lence’, die für tol­le Leis­tun­gen nach den Podest­plät­zen ver­ge­ben wird, gewon­nen.” Tat­säch­lich geht das Gros der erziel­ten Medail­len in die­sem Bereich auf das Bun­des­land zurück. Zuletzt konn­te etwa Bet­ti­na Verat­sch­nig bei den Berufs-Euro­pa­meis­ter­schaf­ten die Tou­ris­mus-Bilanz wei­ter auf­po­lie­ren.

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Flo­ri­an Dörf­ler, Flo­ri­an Napet­sch­nig, Domi­nik Ruh­dor­fer und Simon Wie­land (von links).
© WKK/Foto Horst

Star­ke Indus­trie aus Kärn­ten

Kei­ne Ner­vo­si­tät las­sen auch Flo­ri­an Napet­sch­nig und Domi­nik Ruh­dor­fer auf­kom­men: „Zur­zeit kann ich noch nicht mei­nen gesam­ten Fokus dar­auf rich­ten, aber Mit­te August sieht das Span­nungs­le­vel bestimmt schon anders aus”, meint Napet­sch­nig, der im Moment mit der letz­ten Prü­fungs­wel­le der Berufs­schu­le okku­piert ist. „Aber wir freu­en uns schon sehr auf die­se Erfah­rung — die Kon­kur­renz ist stark und der Wett­kampf auf hohem Niveau“, ergänzt Ruh­dor­fer.

Exzel­len­te Aus­bil­dung in Öster­reich

Micha­el Vel­me­den, Spar­ten­ob­mann für Indus­trie, sagt, dass die Teil­nah­me der jun­gen Fach­kräf­te an den Berufs­welt­meis­ter­schaf­ten in Lyon ein beein­dru­cken­des Zeug­nis für die exzel­len­te Aus­bil­dung und das hohe Niveau der beruf­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on in Öster­reich sei. Jür­gen Kraft, Geschäfts­füh­rer von Skills­Aus­tria, meint, dass die Teil­neh­mer bereits bewie­sen haben, Meis­ter ihres Fachs zu sein. “Durch das Über­ste­hen natio­na­ler Wett­be­wer­be und Staats­meis­ter­schaf­ten haben sie sich für die Welt­büh­ne qua­li­fi­ziert. Wir sehen in ihnen nicht nur Teil­neh­mer, son­dern ech­te Hel­den des beruf­li­chen Kön­nens.”

Wis­sens­wert

Die bis­her 32 Betei­li­gun­gen von öster­rei­chi­schen Teams bei World­S­kills brach­ten vie­le her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen her­vor: Kärn­ten hat bis dato fünf Gold‑, zwei Sil­ber- und drei Bron­ze­me­dail­len bei World­S­kills erobert. An der Spit­ze ist Vor­arl­berg (20 x Gold, 15 x Sil­ber und zehn Mal Bron­ze) vor Ober­ös­ter­reich (19 x Gold, 15 x Sil­ber und 18 x Bron­ze) und der Stei­er­mark (13 x Gold, elf Mal Sil­ber und 13 x Bron­ze).

30.06.2024 12:00
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Kärnt­ner Quin­tett kämpft um den Welt­meis­ter­ti­tel Jürgen Kraft, Josef Petritsch, Doris Mandl, WK-Präsident Jürgen Mandl, Michael Velmeden, Brigitte Truppe, Josef Ukowitz und Christof Doboczky (hinten von links) sowie Dominik Ruhdorfer, Florian Napetschnig, Simon Wieland und Florian Dörfler (vorne von links).

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