LRH-Bericht
Kärntens Schulden stiegen 2023 auf 3,8 Milliarden Euro
Der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) prüfte den Rechnungsabschluss 2023 des Landes und stellte einen negativen Nettofinanzierungssaldo von -142,38 Millionen Euro fest.
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Finanzschulden und Nettofinanzierungs-Saldo
Im Jahr 2023 erzielte Kärnten Einzahlungen von 3.155,11 Millionen Euro und Auszahlungen von 3.297,49 Millionen Euro. Der Nettofinanzierungssaldo betrug ‑142,38 Millionen Euro, im Vorjahr lag er noch bei positiven 61,21 Millionen Euro. Für Investitionen und Schuldentilgung wurden 210,71 Millionen Euro an Finanzschulden aufgenommen, wodurch die Gesamtverschuldung auf 3.822,91 Millionen Euro anstieg.
Höchste Pro-Kopf-Verschuldung
Kärnten weist weiterhin die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Bundesländervergleich auf. Die Verschuldung stieg auf 6.717 Euro pro Einwohner, was den Abstand zum Zweitplatzierten um 191 Euro vergrößerte. Der durchschnittliche Zinssatz für bestehende Schulden betrug 1,4 Prozent, während neue Schulden mit 3,5 Prozent verzinst wurden.
Negative Haushaltskennzahlen
Das Nettovermögen Kärntens war mit ‑600,99 Millionen Euro negativ, zeigte jedoch eine Verbesserung um 187,92 Millionen Euro durch Neubewertungen. Die öffentliche Sparquote sank auf 3,8 Prozent und lag damit unter der empfohlenen Mindestsparquote von fünf Prozent. Die Verschuldungsdauer stieg von 21,77 Jahren im Jahr 2022 auf 49,61 Jahre im Jahr 2023.
Erhöhte Beteiligungen und Verbindlichkeiten
Die Beteiligungen des Landes erhöhten sich auf 1.214,18 Millionen Euro, wobei die größten Anteile bei der Kärntner Energieholding und dem Kärntner Ausgleichszahlungs-Fonds lagen. Die Verbindlichkeiten des Landes beliefen sich auf 1.294,49 Millionen Euro, fast die Hälfte davon betraf verkaufte Wohnbauförderungsdarlehen.