Konjunktur

Kärnt­ner Hand­werk hofft auf Auf­schwung

Die Konjunkturdaten für das zweite Quartal zeigen einen leichten Aufwärtstrend, von einer Erholung der Branche ist man aber noch weit entfernt.

Kärnt­ner Hand­werk hofft auf Auf­schwung Handwerksbetriebe in Kärnten hoffen auf eine Aufwärtsentwicklung trotz Herausforderungen wie Bürokratie und Fachkräftemangel.

© Gerd Altmann/Pixabay

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Leich­te Ver­bes­se­rung, aber Sor­gen blei­ben

„Die Zah­len sind, wie sie sind. Sie sind bes­ser als im Vor­quar­tal und das ist sehr erfreu­lich für unse­re Hand­werks­be­trie­be, aber die nied­ri­ge Auf­trags­la­ge gibt Anlass zur Sor­ge“, kom­men­tiert Peter Stor­fer, Obmann der Spar­te Gewer­be und Hand­werk, die aktu­el­len Kon­junk­tur­da­ten. Beson­ders im Bau- und Bau­ne­ben­ge­wer­be sowie in der Indus­trie gibt es kei­ne Anzei­chen für eine Erho­lung. Die hohen Kol­lek­tiv­ver­trags­ab­schlüs­se und die wei­ter­hin hohen Ener­gie­kos­ten belas­ten die Betrie­be zusätz­lich.

Auf­trags­ein­gän­ge und Umsät­ze rück­läu­fig

Im ers­ten Quar­tal 2024 sind die Auf­trags­ein­gän­ge und Umsät­ze nomi­nal um 5,2 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr gesun­ken, was real einen Rück­gang von 9,9 Pro­zent bedeu­tet. Den­noch hat sich die Stim­mung im Ver­gleich zum Vor­quar­tal auf­ge­hellt. Der Anteil der Betrie­be mit guter Geschäfts­la­ge stieg von 12 Pro­zent auf 24 Pro­zent. Trotz der leich­ten Ver­bes­se­rung über­wie­gen wei­ter­hin die pes­si­mis­ti­schen Ein­schät­zun­gen.

Hoff­nung auf den “Hand­wer­ker­bo­nus NEU”

Ein wich­ti­ger Impuls zur Kon­junk­tur­be­le­bung ist der “Hand­wer­ker­bo­nus NEU”, der ab 15. Juli rück­wir­kend bean­tragt wer­den kann. Stor­fer betont, dass dies die regio­na­le Wert­schöp­fung ankur­beln und Schwarz­ar­beit ein­däm­men wird. Die För­de­rung der Arbeits­kos­ten soll Sanie­run­gen und Moder­ni­sie­run­gen attrak­ti­ver machen und gleich­zei­tig zur Nach­hal­tig­keit bei­tra­gen.

 

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Peter Stor­fer, Obmann der Spar­te Gewer­be und Hand­werk der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten
© Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten

For­de­rung nach Büro­kra­tie­ab­bau

Stor­fer for­dert einen „Büro­kra­tie-Stopp“. Über­bor­den­de Büro­kra­tie ver­schärft den Fach­kräf­te­man­gel und hemmt die Inno­va­ti­ons­kraft der Betrie­be. Die Bran­che ver­langt eine Redu­zie­rung der Büro­kra­tie um 25 Pro­zent. Neue Auf­la­gen müs­sen gestoppt und bestehen­de Erleich­te­run­gen aus­ge­wei­tet wer­den.

Opti­mis­ti­scher Aus­blick trotz Her­aus­for­de­run­gen

Für das Jahr 2024 bleibt die Bran­che vor­sich­tig opti­mis­tisch. Trotz stei­gen­der Kos­ten und flaue Kun­den­nach­fra­ge bli­cken die Unter­neh­men posi­tiv in die Zukunft. Der Fach­kräf­te­man­gel bleibt jedoch eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. „Mit zu weni­gen Arbeits­kräf­ten kann es kei­ne erfolg­rei­che Ent­wick­lung geben“, sagt Stor­fer abschlie­ßend.

 

12.07.2024 19:01
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Kärnt­ner Hand­werk hofft auf Auf­schwung Handwerksbetriebe in Kärnten hoffen auf eine Aufwärtsentwicklung trotz Herausforderungen wie Bürokratie und Fachkräftemangel.

© Gerd Altmann/Pixabay