„Die Zahlen sind, wie sie sind. Sie sind besser als im Vorquartal und das ist sehr erfreulich für unsere Handwerksbetriebe, aber die niedrige Auftragslage gibt Anlass zur Sorge“, kommentiert Peter Storfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, die aktuellen Konjunkturdaten. Besonders im Bau- und Baunebengewerbe sowie in der Industrie gibt es keine Anzeichen für eine Erholung. Die hohen Kollektivvertragsabschlüsse und die weiterhin hohen Energiekosten belasten die Betriebe zusätzlich.
Auftragseingänge und Umsätze rückläufig
Im ersten Quartal 2024 sind die Auftragseingänge und Umsätze nominal um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was real einen Rückgang von 9,9 Prozent bedeutet. Dennoch hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vorquartal aufgehellt. Der Anteil der Betriebe mit guter Geschäftslage stieg von 12 Prozent auf 24 Prozent. Trotz der leichten Verbesserung überwiegen weiterhin die pessimistischen Einschätzungen.
Hoffnung auf den “Handwerkerbonus NEU”
Ein wichtiger Impuls zur Konjunkturbelebung ist der “Handwerkerbonus NEU”, der ab 15. Juli rückwirkend beantragt werden kann. Storfer betont, dass dies die regionale Wertschöpfung ankurbeln und Schwarzarbeit eindämmen wird. Die Förderung der Arbeitskosten soll Sanierungen und Modernisierungen attraktiver machen und gleichzeitig zur Nachhaltigkeit beitragen.
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Peter Storfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Kärnten
Storfer fordert einen „Bürokratie-Stopp“. Überbordende Bürokratie verschärft den Fachkräftemangel und hemmt die Innovationskraft der Betriebe. Die Branche verlangt eine Reduzierung der Bürokratie um 25 Prozent. Neue Auflagen müssen gestoppt und bestehende Erleichterungen ausgeweitet werden.
Für das Jahr 2024 bleibt die Branche vorsichtig optimistisch. Trotz steigender Kosten und flaue Kundennachfrage blicken die Unternehmen positiv in die Zukunft. Der Fachkräftemangel bleibt jedoch eine große Herausforderung. „Mit zu wenigen Arbeitskräften kann es keine erfolgreiche Entwicklung geben“, sagt Storfer abschließend.
12.07.2024 19:01
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Handwerksbetriebe in Kärnten hoffen auf eine Aufwärtsentwicklung trotz Herausforderungen wie Bürokratie und Fachkräftemangel.