Energiewende-Gesetz

ÖVP: Sach­li­che Debat­te statt Angst­ma­che

In einer Pressekonferenz stellen sich ÖVP-Vertreter gemeinsam klar gegen angeblich verbreitete Falschinformationen zum Energiewende-Gesetz.

ÖVP: Sach­li­che Debat­te statt Angst­ma­cheMartin Gruber fordert rasche Dürrehilfen für betroffene Bauernfamilien und kritisiert die bislang ausstehende Einigung auf Bundesebene.

© Büro Gruber/Gamper

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Mit brei­ter Mehr­heit hat der Ener­gie-Aus­schuss ver­gan­ge­ne Woche das neue Ener­gie­wen­de-Gesetz beschlos­sen. Am kom­men­den Don­ners­tag soll der Beschluss im Kärnt­ner Land­tag fol­gen. Neben der ÖVP haben auch die SPÖ und das Team Kärn­ten dazu ihre Zustim­mung erteilt. Nicht so die FPÖ. „Die Frei­heit­li­chen ver­su­chen wei­ter mit Mythen und Mär­chen Show­po­li­tik zu machen“, sagt Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Mar­tin Gru­ber. Sie ver­un­si­che­re und beun­ru­hi­ge die Bevöl­ke­rung bewusst. „Was die FPÖ beim Ener­gie­wen­de-Gesetz betreibt, ist schlicht ver­ant­wor­tungs­los“, so der Lan­des­vi­ze. Des­halb ver­such­ten Gru­ber, Ener­gie-Lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Her­bert Gaggl in einer Pres­se­kon­fe­renz die Fak­ten auf den Tisch zu legen.

Zen­tra­les Ver­sor­gungs­the­ma

Gru­ber stellt klar: „Die Ener­gie­wen­de ist ein Stand­ort­fak­tor für Kärn­ten und ein zen­tra­les Ver­sor­gungs­the­ma.“ Es sei eine Fra­ge der Ver­ant­wor­tung gegen­über Kärn­ten, die Ener­gie­wen­de zu beschleu­ni­gen. „Wir wol­len Schritt für Schritt vor- und wei­ter sorg­sam mit Grund, Boden und der Kärnt­ner Land­schaft umge­hen“, so Gru­ber wei­ter. Regie­rungs­kol­le­ge Schu­sch­nig assis­tiert: „Wir schi­cken eini­ge der FPÖ-Behaup­tun­gen dort­hin, wo sie hin­ge­hö­ren – ins Mär­chen­land.“

Kei­ne mas­si­ve Wind­rä­der-Ver­meh­rung

Als eine “abso­lu­te Unwahr­heit“ bezeich­net Schu­sch­nig die blaue Behaup­tung, dass in Kärn­ten bald hun­der­te Wind­rä­der ste­hen wür­den. „Das Gesetz beinhal­tet kei­ne Anzahl und ermög­licht auch kein Wind­rad, das bis­her nicht mög­lich gewe­sen wäre“, so Schu­sch­nig. „Das Ziel des Geset­zes ist es, Ver­fah­ren zu ver­kür­zen und büro­kra­ti­schen Auf­wand zu redu­zie­ren. Dem pflich­tet Gaggl bei: „Alle for­dern den Abbau von Büro­kra­tie, die FPÖ bekämpft jede ent­spre­chen­de Maß­nah­me aber mit allen Mit­teln.“ Man wol­le rasche­re Geneh­mi­gung anstatt mehr­fa­che Prü­fung von Anla­gen über vie­le Jah­re. Schu­sch­nig ergänzt: „Ob eine Anla­ge mit dem Land­schafts­bild ver­ein­bar ist, wird natür­lich wei­ter­hin in den ein­zel­nen Ver­fah­ren zu klä­ren sein.“

Kärn­ten braucht Ener­gie

Auch mit der Behaup­tung, Kärn­ten brau­che kei­ne neu­en Anla­gen mehr, weil genug Ener­gie im Bun­des­land erzeugt wer­de, räumt Schu­sch­nig im Rah­men der Pres­se­kon­fe­renz auf. „Kärn­ten braucht im Win­ter mehr Ener­gie, als wir in die­sen Mona­ten aus Was­ser und Son­ne erzeu­gen kön­nen. Für die Ver­sor­gung­si­cher­heit brau­chen wir einen klu­gen Mix aus Ener­gie­quel­len, um die­se Lücke zu schlie­ßen oder zumin­dest zu redu­zie­ren.“ Dazu kommt, dass sich der Strom­be­darf in Kärn­ten bis 2050 laut Pro­gno­sen nahe­zu ver­dop­peln wird.

Sinn­vol­le Eigen­ver­sor­gung ermög­li­chen

„Unser Ziel ist es, die Eigen­ver­sor­gung von Unter­neh­men, Eigen­hei­men und Land­wirt­schaf­ten zu erhö­hen“, betont Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Her­bert Gaggl, auch Vor­sit­zen­der im Ener­gie­aus­schuss. Damit wer­de Kärn­ten unab­hän­gi­ger von Impor­ten und damit auch von Preis­sprün­gen. „Wenn man zumin­dest einen Teil des Strom­be­darfs selbst her­stel­len kann, wird auch die Strom­rech­nung nied­ri­ger“, so Gaggl.

Kei­ne Ent­eig­nung von Grund­ei­gen­tü­mern

„Dass Grund­ei­gen­tü­mer für den Bau einer Anla­ge ent­eig­net wer­den kön­nen, ist schlicht unwahr“, ergänzt der Vor­sit­zen­de im Ener­gie­aus­schuss. Ledig­lich die vor­über­ge­hen­de Nut­zung sei mög­lich. Gemein­sam appel­lie­ren Gru­ber, Schu­sch­nig und Gaggl an den Haus­ver­stand, wenn es um die Ener­gie­wen­de geht. Gru­ber: „Was es braucht, und was die Men­schen erwar­ten, ist ein Schul­ter­schluss der Par­tei­en, bei einem so wich­ti­gen The­ma.

15.07.2024 17:00
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ÖVP: Sach­li­che Debat­te statt Angst­ma­cheMartin Gruber fordert rasche Dürrehilfen für betroffene Bauernfamilien und kritisiert die bislang ausstehende Einigung auf Bundesebene.

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