Caritas Kärnten
„Schneide-Engel“ kehren ins Eggerheim zurück!
Die Friseure des Vereins „Barber Angels Brotherhood Austria“ schneiden Menschen, die es sich nicht leisten können, im Eggerheim der Caritas Kärnten in Klagenfurt kostenlos Haare und Bärte.
© Roland Dutzler
Die Pandemie hatte zu einer Zwangspause geführt. Am kommenden Sonntag (29. August 2021) kehren die Friseure des Vereins „Barber Angels Brotherhood Austria“ von 11 bis 14 Uhr ins Eggerheim der Caritas Kärnten in der Kaufmanngasse 6 in Klagenfurt zurück. Sie schneiden Menschen, die es sich nicht leisten können, kostenlos Haare und Bärte.
Haare „schreien“ nach dem Friseur
Erika (Name geändert) kann den Besuch der „Barber Angels“ kaum erwarten. „Meine Haare ‚schreien‘ schon nach dem Friseur“, sagt die Frau mit einer Mindestpension. Die „Engel mit Kamm und Schere“ verpassten ihr beim letzten Mal im Winter 2019 eine pfiffige Kurzhaar-Frisur. „Ich habe die Behandlung und den Austausch mit ihnen genossen. Normalerweise kann ich mir solch einen Luxus nicht leisten“, gesteht die Frau.
Einhaltung der 3G-Regeln
„Schon mehr als eineinhalb Jahre ist es her, dass wir im Eggerheim waren. Aufgrund von Covid-19 mussten wir all unsere geplanten Besuche absagen“, erzählt Kerstin Distler, die bei den „Barber Angels“ für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Distler kommt in Begleitung mit zehn Kollegen aus ganz Österreich. „Wir halten selbstverständlich die Hygiene- und 3G-Regeln ein“, kündigt sie an. Eggerheim-Leiterin Katrin Starc ist für die Möglichkeit der kostenlosen Dienstleistung für Menschen, denen das Geld für einen Friseurbesuch fehlt, dankbar: „Die Besucher freuen sich schon sehr, dass ihnen wieder die Haare geschnitten werden. Wir sind froh, dass die Friseur-Engel nach langer Zeit wieder kommen.“

Engel im Leder-Look
Die „Barber Angels“ erscheinen in einer dunklen Ledermontur: Sie sind natürlich keine Biker, sondern Friseure gegen Armut, wie sie über sich selbst sagen. Der Verein ist in ganz Österreich tätig und konnte laut Kerstin Distler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, schon über tausend wohnungslosen, armutsgefährdeten und sozial benachteiligten Menschen einen kostenlosen Bart- oder Haarschnitt schenken – und somit ein gepflegtes Aussehen.