Ein solcher Ausbau könnte viele der wiederkehrenden Unfallursachen entschärfen, betont Walter Sabitzer, Wirtschaftskammer Kärnten-Bezirksstellenobmann von St. Veit.
Dringender Handlungsbedarf
Der Unfall am Sonntagnachmittag wurde durch einen Fahrer verursacht, der nach einem Sekundenschlaf in den Gegenverkehr geriet. Die fatalen Folgen dieses Vorfalls unterstreichen die Dringlichkeit eines Sicherheitsausbaus der S37 zwischen Klagenfurt-Nord und Maria Saal. Der Ausbau der Richtungsfahrbahnen mit Mittelleitschienen, der noch Jahre auf sich warten lässt, könnte potenziell solche Unfälle verhindern.
„Der jüngste Unfall auf der S37 zeigt einmal mehr, wie wichtig sichere und leistungsfähige Straßen sind“, erklärt Sabitzer. Er verweist auf einen weiteren schwerwiegenden Unfall auf der B317 bei Micheldorf, der bereits im September 2023 stattfand. „Die Wirtschaft kämpft seit Jahren für den Ausbau der Strecke zwischen Klagenfurt und der steirischen Landesgrenze“, sagt Sabitzer weiter. „Es kommt alle paar Monate zu schweren Frontalzusammenstößen. Ein Sicherheitsausbau würde die Gefährlichkeit der Strecke deutlich reduzieren.“
Politische Blockade
Trotz der tragischen Bilanz von rund 330 Unfällen und 15 Todesopfern in den letzten Jahren hat Verkehrsministerin Leonore Gewessler den bereits vertraglich zugesicherten vierspurigen Ausbau zwischen St. Veit und der steirischen Landesgrenze gestoppt. Sabitzer nennt dies eine „verkehrspolitische Fehlentscheidung“ und fordert eine Neubewertung durch die zuständige Bundesministerin und die Bundesregierung.
„Investitionen in den Straßenbau sind unvermeidlich, wenn es um Leib und Leben geht“, so Sabitzer abschließend. Der Wunsch nach einem schnelleren und sicheren Ausbau der Straßeninfrastruktur bleibt also auch nach diesem jüngsten Unfall weiterhin drängend.