Flattnitz
Neuer Anlauf zur Rettung des Skibetriebs
Das Skigebiet auf der Flattnitz soll unbedingt erhalten bleiben. Eine engagierte Bürgerinitiative hat ihr Interesse bekundet, das Skigebiet zu übernehmen und weiterzuführen.
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Bürgerinitiative zeigt Interesse an Übernahme
Seit geraumer Zeit wird über eine mögliche Schließung des Skigebiets spekuliert. Grund hierfür ist das Auslaufen der Konzession für den Sessellift zum Ende des Jahres 2026 sowie ein Vertrag mit dem Grundeigentümer, der das Ende des Betriebs zu diesem Zeitpunkt vorsieht. Die Schlepplifte sind hiervon nicht betroffen. Es gibt Überlegungen, einen neuen Verbindungslift zwischen den beiden Schleppliften zu bauen, um die Attraktivität des Skigebiets zu erhöhen.
Voller Einsatz für den Erhalt
Walter Sabitzer, Obmann der St. Veiter Wirtschaftskammer-Bezirksstelle, betonte: „Wir setzen uns seit Monaten intensiv für den Erhalt des Skigebiets ein. Der Erhalt regionaler Projekte wie des Skibetriebs auf der Flattnitz ist uns als Wirtschaftskammer ein wichtiges Anliegen. Gemeinsam wollen wir ein tragfähiges Konzept entwickeln. Die Bürgermeister war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nun sind die Interessierten gefragt, aktiv zu werden.“
Die politische Unterstützung für das Skigebiet ist ungebrochen: Alle 12 anwesenden Gemeinden befürworteten den Fortbestand. Bürgermeister Hans Fugger von Glödnitz bekräftigte: „Unsere Gemeinde steht weiterhin hinter dem Skigebiet Flattnitz und will es erhalten, auch wenn die finanziellen Herausforderungen enorm sind. Die Stilllegung könnte aufgrund finanzieller Engpässe möglicherweise früher erfolgen, was wir unbedingt verhindern wollen.“
Insolvenz droht – dringender Handlungsbedarf
Die Situation ist prekär. Peter Urabl, neuer Geschäftsführer der Liftgesellschaft, erklärte: „Es fehlt an Geld, und wir haben eine sehr enge Frist bis Ende August, um die nötigen Mittel aufzutreiben. Ansonsten müssen wir Insolvenz anmelden. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig das Ende des Skigebiets.“
Bürgerinitiative bereit zur Übernahme
Ulf Six, Sprecher der Bürgerinitiative, zeigte sich entschlossen: „Wir vertreten rund 10.000 Menschen aus der Region, die große Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Skigebiets haben. Der Verlust des Skigebiets würde nicht nur Arbeitsplätze gefährden, sondern auch die regionale Infrastruktur belasten. Wir sind bereit, den Lift zu übernehmen und zu betreiben. Viele Unternehmerunterstützen uns finanziell, allerdings benötigen wir ein durchdachtes, betriebswirtschaftlich tragfähiges Konzept, um eine nachhaltige Lösung zu finden.“
Die kommenden Wochen könnten entscheidend für die Zukunft des Skigebiets auf der Flattnitz sein. Der Handlungsbedarf ist groß, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt und ob die Bürgerinitiative eine tragfähige Lösung präsentieren kann.
