Ort der Erinnerung
Neue Gedenkstätte für Sternenkinder in Guttaring
Am kommenden Donnerstag wird am Pfarrfriedhof von Guttaring ein ganz besonderer Ort der Erinnerung feierlich gesegnet und eingeweiht.
Am Donnerstag (15. August) wird am Pfarrfriedhof von Guttaring ein ganz besonderer Ort der Erinnerung eröffnet. Die kleinste „Johns Sternenbank“ Österreichs, eingebettet in eine neu errichtete Gedenkstätte für Sternenkinder, wird um 15 Uhr feierlich gesegnet. Diese Initiative wurde von Robert Schwarz, der sich seit drei Jahren um den Friedhof kümmert, und seiner Frau Stefanie ins Leben gerufen. „Diese Gedenkstätte soll einen Ort des Trostes und der Ruhe für Betroffene bieten und das Thema Sternenkinder in den Mittelpunkt der Gemeinschaft rücken“, so Robert Schwarz.
Thema enttabuisieren
Der Segen wird dabei von Stiftspfarrer Christian Stromberger, Provisor John Ugochukwu Opara, Kaplan Anthony Ugonna Nwordu und Diakon Wolfgang Kahle zelebriert. Auch Vertreter der Gemeinde und engagierte Unterstützer, darunter Astrid Panger, Leiterin der Plattform „Verwaiste Eltern“, sowie die Obfrau der Pfarrgemeinde Guttaring, Marlies Moser werden anwesend sein. Bernadette Hartl, Obfrau der Organisation „Wandelstern“, betont die Bedeutung dieser Initiative. “Wir wollen dazu betragen das Thema Sternenkinder zu enttabuisieren und in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.”
Wachsendes Projekt der Hoffnung
Auch John Patrick Platzer, Präsident von „Soldaten mit Herz“ und Initiator der „Johns Sternenbank“, wird vor Ort sein und unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Bänke, die mittlerweile in immer mehr Gemeinden Österreichs aufgestellt werden. „Es ist für mich bewegend zu sehen, dass dieses Projekt immer mehr Gemeinden erreicht. Diese Bank steht als Zeichen der Hoffnung und soll Trost spenden, wo Worte oft fehlen.“ Platzer, der die „Johns Sternenbank“ im Jahr 2023 an seinem 35. Geburtstag ins Leben rief, hat mit dieser Initiative einen wichtigen Ort der Unterstützung für trauernde Familien geschaffen. Jede dieser besonderen Bänke ist mit einer Tafel versehen, auf der ein Gedicht von Platzer eingraviert ist, sowie einem QR-Code, der auf die Webseite “Mein Sternenkind” führt. Dort finden Betroffene über 500 Hilfsangebote in ganz Österreich, Südtirol und Liechtenstein.
Starkes Signal der Gemeinschaft
Bernadette Hartl von „Wandelstern“ betont die Bedeutung der Offenheit im Umgang mit dem Thema Sternenkinder: „Wir dürfen nicht zulassen, dass das Thema Sternenkinder im Verborgenen bleibt. Johns Sternenbank bringt es ins Zentrum der Gemeinschaft, dorthin wo es hingehört. Man setzt damit ein starkes Signal, dass Trauernde hier Gehör und Unterstützung finden.“
Sternenkinder (Begriffserklärung)
Als Sternenkind (seltener Schmetterlingskind oder Engelskind) werden verstorbene Kinder bezeichnet, insbesondere wenn sie vor, während oder bald nach der Geburt gestorben sind. Im engeren und ursprünglichen Sinn bezeichnet dieser Begriff Kinder, die keinen Eintrag als Person im Geburtsregister/Sterberegister bekamen. Der poetischen Wortschöpfung liegt die Idee zugrunde, Kinder zu benennen, die „den Himmel“ (poetisch: die Sterne) erreicht haben, noch bevor sie das Licht der Welt erblicken durften“. (Wikipedia)


