Ausbau der Fernwärme
Klagenfurt auch in der Nacht eine Großbaustelle
Durch Arbeiten in der Nacht soll ein Verkehrschaos verhindert werden.
Zur momentanen Hitzewelle kommt nun auch noch der Lärm. Die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt präsentiert sich in diesem Sommer als wahre Großbaustelle, doch das hat seinen Grund. Auch wenn Autofahrer und Bewohner manchmal genervt reagieren. Dass jetzt auch von 20 Uhr bis 6 Uhr gearbeitet wird, soll tagsüber ein totales Verkehrschaos verhindern.
Erweiterung des Fernwärmenetzes
Bei der Erweiterung des Fernwärmenetzes durch die Klagenfurter Stadtwerke wird jetzt ordentlich Gas gegeben und so wird im Moment quasi im gesamten Stadtgebiet gebuddelt. An zwei Schauplätzen geht es künftig auch in der Nacht ordentlich ans Werk. An der Kreuzung Egger-Lienz-Weg/Koschatstraße und am Villacher Ring beim Schillerpark werden an insgesamt elf Tagen die Bauarbeiter auch in der Nacht aufmarschieren.
Spezielle Bewilligung für Nachtarbeit
„In diesen beiden Kreuzungsbereichen ist eine Totalsperre einfach nicht möglich. Und da alle Beteiligten ein Verkehrschaos in der Stadt verhindern wollen, haben wir uns zu dieser Maßnahme entschlossen“, erklärt Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole im Interview mit der Kärntner Krone. Das werde nur im äußersten Notfall gemacht, weil Nachtarbeit deutlich höhere Kosten verursache und für die Menschen im Baustellenbereich auch unangenehm sei. Deshalb werde dafür auch eine spezielle Bewilligung benötigt, deren Auflagen sehr streng sind. “Die Baufirmen sind angehalten, den Lärmpegel möglichst niedrig zu halten”, so Smole weiter.Die Nachtarbeiten werden hauptsächlich von Mitarbeitern der Firma Swietelsky erledigt. Die Arbeitszeit beginnt um 20 Uhr und endet um 6 Uhr früh auf. Für die Arbeiter gibt es Schichtzulagen bis zu 40 Prozent. Wenigstens macht die Hitze in der Nacht eine Pause.