SPÖ fordert Kurswechsel
Die Kritik richtet sich insbesondere an die Aussagen von Grünen-Spitzenkandidatin Olga Voglauer, die sich in einem Interview gegen die Forderung nach einer separaten Güterbahntrasse stellte. Laut SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser zeigt dies ein grundlegendes Unverständnis für die Situation der betroffenen Kärntner. „Der Güterverkehr wird weiter zunehmen, und es gibt keine wirksamen Lärmschutzmaßnahmen“, warnt Seiser. Er verweist auf die langjährigen Forderungen von Bürgerinitiativen und die Unterstützung durch die Kärntner Landespolitik.
Lösung seit Jahren überfällig
Bereits im April wurde im Kärntner Landtag ein Antrag eingebracht, der die Wiederaufnahme der Planungen für eine separate Güterbahntrasse fordert. Die Einbindung des Projektes ins „Zielnetz 2040“ der Bundesregierung sei dringend nötig, doch der Bund ignoriert diese Forderungen bisher. Für Andreas Sucher, SPÖ-Landesgeschäftsführer, ist dies ein weiterer Beweis für das „Drüberfahren“ der Bundesregierung über die Interessen der Bundesländer. Besonders scharf kritisiert Sucher die Kärntner ÖVP, die es nicht geschafft habe, den nötigen Druck auf ihre Parteifreunde in Wien auszuüben.
Im Schatten der Nationalratswahl
Mit Blick auf die bevorstehende Nationalratswahl macht die SPÖ klar, dass ein politischer Kurswechsel notwendig sei. Die betroffenen Kärntner bräuchten eine Regierung, die ihre Sorgen ernst nehme, so Seiser. Der Güterbahnlärm sei nicht nur ein akustisches Problem, sondern belaste die Gesundheit der Menschen und schade dem Tourismus. „Realitätsverweigerung hilft niemandem“, schließt Seiser und appelliert an die Wähler, einen Wechsel herbeizuführen.