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Wasser in Klagenfurt weiterhin verunreinigt
Seit Freitag (20. September) ist das Trinkwasser in Klagenfurt verunreinigt. Bei einer Pressekonferenz am Montag (23. September) informierte die Stadt über das weitere Vorgehen.
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In Klagenfurt wurden im Trinkwasser zu hohe Mengen an Enterokokken-Bakterien nachgewiesen. Seitdem sind rund 100.000 Einwohner der Kärntner Landeshauptstadt dazu angehalten, das Wasser entweder abzukochen oder auf Flaschenwasser zurückzugreifen. Am Freitag und Samstag waren die Supermarktregale in der Stadt regelrecht leergeräumt. Das Bild prägte das Stadtbild an diesen Tagen.
Kuriose Entwicklungen bei der Wasserversorgung
Die Verunsicherung nahm bizarre Züge an: Auf der Verkaufsplattform „willhaben“ wurde Flaschenwasser sogar für 15 Euro pro Liter angeboten. Auch Gastronomiebetriebe wie McDonald’s reagierten auf die Lage und strichen Schankgetränke vorübergehend aus ihrem Sortiment.
Was sind Enterokokken?
Enterokokken sind Bakterien, die im Darm von Menschen und Tieren vorkommen. Zwar spielen sie dort eine wichtige Rolle, können jedoch außerhalb des Darms, bei immungeschwächten Personen, Infektionen wie Harnwegsinfektionen verursachen.
Aktuelle Lage und nächste Schritte
Am Montag gab es bei einer Pressekonferenz der Stadt eine Aktualisierung der Situation. Stadtkommunikationsleiter Valentin Unterkircher betonte, dass die Empfehlung, das Wasser abzukochen, weiterhin gilt. „Die neuen Werte sind zwar besser, jedoch noch immer nicht im grünen Bereich“, erklärte Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. Die Suche nach der Ursache für die Verunreinigung läuft weiter. Geplante Maßnahmen sind das Spülen des Leitungssystems sowie das Öffnen der Hydranten in der Stadt.
Versorgung von Schulen und älteren Menschen
Bürgermeister Christian Scheider kündigte an, dass Schulen mit Trinkwasser beliefert werden. Zudem werde eine Hotline für alte, kranke oder behinderte Menschen eingerichtet, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Diese Personengruppen erhalten das Wasser direkt nach Hause geliefert. Wann die Situation wieder entspannt sein wird, bleibt unklar. Neue Testergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen.
