Neue Überprüfung
Geplante Ortsumfahrung Greifenburg verschoben
Das Land Kärnten plant den Bau einer Ortsumfahrung für die B100 Drautal Straße bei Greifenburg, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Engstellen zu beseitigen. Der Kärntner Landesrechnungshof hat das Projekt vor dem Baustart geprüft und empfiehlt eine erneute Überprüfung der Mengenermittlungen vor der Ausschreibung.
© Pixabay/patricksommer
Langfristige Planungen
Die B100 ist eine zentrale Verkehrsachse in Oberkärnten. Seit den 2000er-Jahren wurden an der Strecke mehrere Ortsumfahrungen realisiert, wobei die letzte im Jahr 2006 in Betrieb genommen wurde. Eine erste Planungsvariante für die Umfahrung Greifenburg wurde bereits 2011 vorgestellt, jedoch aus Kostengründen zurückgezogen. Im Jahr 2018 plante das Land eine neue Variante entlang der Bahnstrecke.
Auswahl der Variante
Für die Anschlussstelle Greifenburg Mitte fiel die Entscheidung auf eine kreuzungsfreie Variante mit Unterflurtrasse und einem darüberliegenden Kreisverkehr an der B87 Weißensee Straße. Zudem sind Maßnahmen zur Lärmminderung und zum Naturschutz vorgesehen. Der Baubeginn ist für September 2025 geplant, die Fertigstellung soll im März 2029 erfolgen.
Kostenanpassungen durch Landesrechnungshof
Der Landesrechnungshof korrigierte die Gesamtkosten des Projekts um 5,96 Millionen Euro auf 68,26 Millionen Euro. Die ursprünglichen Kostenschätzungen lagen über der Baupreisstatistik. Eine genaue Überprüfung der Mengenermittlungen und statischen Berechnungen wird empfohlen.
Finanzierungsdetails
Die neuen Gesamtkosten von 68,26 Millionen Euro werden überwiegend vom Land Kärnten finanziert. Zudem gibt es Finanzierungsbeiträge von der Gemeinde Greifenburg und einen Sonderzuschuss des Bundes. Im Rahmen des Projekts sind auch die Verlegung einer neuen 20kV-Leitung und Lichtwellenleiterkabel geplant.