Nach Starkregen
Schutzprojekt für Mallnitz und Obervellach
Im Herbst 2018 verursachte das Sturmtief VAIA durch Starkregen und Hochwasser schwere Schäden im Einzugsgebiet des Mallnitzbaches. Die Hochwasserschutzinfrastruktur erwies sich vielerorts als unzureichend, wodurch ein umfassendes Schutzprojekt notwendig wurde.
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Schutzziele und Gefahrenbereiche
Das Projekt zielt darauf ab, Siedlungen, Gewerbebauten und wichtige Infrastruktureinrichtungen in Mallnitz, Lassach und Räuflach (Obervellach) vor künftigen Hochwasser- und Murenereignissen zu schützen. Die gefährdeten Bereiche umfassen u.a. rund 19 Wohngebäude, 17 Betriebsgebäude und 9 Kilometer Verkehrswege, darunter die Mölltal Straße (B106) und die Mallnitzer Straße (B105). Besonders gefährdet ist das ÖBB-Kraftwerk am Mallnitzbach, das bei einem erneuten Hochwasserereignis schwer beschädigt werden könnte.
Gefahrenzonenplanung und Finanzierung
Der aktualisierte Gefahrenzonenplan von 2018 weist die betroffenen Bereiche aus und dient als Basis für die geplanten Schutzmaßnahmen. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 2,7 Millionen Euro und werden vom Bund, dem Land Kärnten und dem Wasserverband Mölltal getragen. Die Umsetzung erfolgt durch den Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Kärnten Nordwest, und ist für den Zeitraum von 2020 bis 2029 geplant.
Weitere Informationen finden sich unter:
Schutzmaßnahmen
Das Schutzkonzept umfasst mehrere Bau- und Sanierungsmaßnahmen:
- Optimierung der Verbauung in Räuflach (Obervellach): Linksufrige Ausbruchssicherung am Zugang zur Groppensteinschlucht.
- Objektschutz für Hotel Alpengarten: Bau einer rechtsufrigen Schutzmaßnahme. Sanierung der Gerinnesicherungen in Mallnitz: Ergänzung und Instandsetzung bestehender Schutzbauten.
- Abbau der Konsolidierungssperre am Seebach: Umgestaltung zur Fischpassierbarkeit, um ökologischen Anforderungen gerecht zu werden.
- Errichtung einer neuen Wirtschaftsbrücke und Vergrößerung des Durchflussprofils: Maßnahmen im Bereich des Gasthofs Alpenrose und der Talstation der Ankogelbahn.
- Geschieberückhaltesperre am Tauernbach: Neubau der Sperre und Absenkung der Zufahrtsbrücke zum Besucherzentrum BIOS.