Appell

Trump, Popu­lis­mus und Kärn­ten

Die Wahl Donald Trumps und der zunehmende Populismus stellen auch Kärnten vor wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen.

Trump, Popu­lis­mus und Kärn­ten Trump und populistische Tendenzen könnten auch Kärnten wirtschaftlich und sozial beeinflussen.

© LPD Kärnten/Jannach

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Ein unru­hi­ges Ame­ri­ka und Aus­wir­kun­gen auf Kärn­ten

Die Wahl von Donald Trump zum US-Prä­si­den­ten hat in Euro­pa, aber auch in Kärn­ten, vie­le über­rascht und teils Besorg­nis aus­ge­löst. Die USA sind seit lan­gem ein bedeu­ten­der Part­ner für Euro­pa und auch ein zen­tra­ler Wirt­schafts­part­ner für Kärn­ten. Zahl­rei­che hei­mi­sche Betrie­be expor­tie­ren dort­hin und sichern tau­sen­de Arbeits­plät­ze. Trumps unnach­gie­bi­ge Rhe­to­rik und pro­tek­tio­nis­ti­sche Hal­tung könn­ten jedoch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die­se wirt­schaft­li­che Ver­bin­dung haben. Ein sol­cher Kurs kann durch Ein­fuhr­ver­bo­te oder hohe Zöl­le die hei­mi­sche Wirt­schaft belas­ten und Arbeits­plät­ze gefähr­den. Auch kli­ma­ti­sche Rück­schrit­te in den USA könn­ten glo­ba­le Umwelt­schutz­in­itia­ti­ven, die für unse­re Zukunft ent­schei­dend sind, gefähr­den.

Popu­lis­mus und das demo­kra­ti­sche Fun­da­ment

Trumps Sieg zeigt, dass popu­lis­ti­sche Bewe­gun­gen mit ein­fa­chen Ant­wor­ten zuneh­mend Erfolg haben – Ent­wick­lun­gen, die sich auch in Euro­pa abzeich­nen. Der Vor­marsch natio­na­lis­ti­scher Stim­men, die auf Angst statt Fak­ten set­zen, ist eine Her­aus­for­de­rung für die Demo­kra­tie. Ein “Fes­tung Österreich”-Denken etwa droht, den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt zu unter­gra­ben. Um Euro­pa und Regio­nen wie Kärn­ten stark zu hal­ten, ist es ent­schei­dend, demo­kra­ti­sche Wer­te zu ver­tei­di­gen und die Unab­hän­gig­keit in Berei­chen wie Ver­tei­di­gung, Ener­gie und Pro­duk­ti­on zu stär­ken. Die EU muss auf Koope­ra­ti­on und das Gemein­wohl set­zen, statt natio­na­lis­ti­schen Ego­is­men Raum zu geben.

Empa­thie als Schlüs­sel zum Zusam­men­halt

Neben dem Popu­lis­mus ist auch ein „Empa­thie-Defi­zit“ besorg­nis­er­re­gend: Die Bereit­schaft, sich in ande­re hin­ein­zu­ver­set­zen und gemein­sam Lösun­gen zu suchen, nimmt ab. Doch Empa­thie ist essen­zi­ell für eine soli­da­ri­sche Gesell­schaft, die für alle gerecht ist. Eine star­ke Gemein­schaft braucht das Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, sich in die Bedürf­nis­se des Gegen­übers hin­ein­zu­ver­set­zen.

Appell an Kärn­ten: Gemein­sam statt gegen­ein­an­der

Die nächs­ten Jah­re wer­den ent­schei­dend. Las­sen wir uns nicht von schnel­len Schein-Ant­wor­ten täu­schen und set­zen wir auf ein Kärn­ten und Euro­pa, das offen und soli­da­risch ist. Wenn wir auf unse­re Wer­te und das Gemein­sa­me ver­trau­en, wird unse­re Gesell­schaft gestärkt aus die­sen Her­aus­for­de­run­gen her­vor­ge­hen.

07.11.2024 10:01
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Trump, Popu­lis­mus und Kärn­ten Trump und populistische Tendenzen könnten auch Kärnten wirtschaftlich und sozial beeinflussen.

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