Das beliebte Wirtshaus Gelter in Goggerwenig, bekannt über die Bezirksgrenzen hinaus und einst mit einer Haube ausgezeichnet, wird in seiner bisherigen Form schließen. Betreiber Christian Gelter gab die Entscheidung am Montag bekannt. „Die Gastronomie steht derzeit vor großen Herausforderungen, vor allem beim Personal“, erklärt er. Bereits seit 2022 waren die Öffnungszeiten stark eingeschränkt.
Aus dem Wirtshaus wird ein Marktladen
Christian Gelter möchte nach 30 Jahren in der Gastronomie neue Wege gehen: „Es wird Zeit, etwas Neues zu beginnen.“ Das historische Gebäude soll künftig als Marktladen dienen, die „Gelterei“. Hier werden selbst produzierte sowie hochwertige zugekaufte Produkte wie Käse und Schinken angeboten, die auch vor Ort verkostet werden können.
„Ganz auf die Gastronomie verzichten wir jedoch nicht“, sagt Gelter. Der vordere Gastraum bleibt erhalten, allerdings wird kein à la carte-Betrieb mehr angeboten. Stattdessen wird es Tagesgerichte und Speisen zum Mitnehmen geben. Die übrigen Gasträume werden für den Marktladen umgebaut.
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Brauerei bleibt, Neueröffnung im Februar
Die hauseigene Brauerei wird weiterhin betrieben und sogar ausgebaut. „Wir wollen unser Bier stärker bewerben und die Produktion steigern“, sagt Gelter. Die Schließung des Gastrobetriebs bietet dafür mehr Freiraum.
Der letzte Tag des Wirtshauses ist der 31. Dezember. Nach einem Monat Umbau soll die „Gelterei“ am 1. Februar eröffnen.
Mitarbeiter bleiben an Bord
Die beiden Mitarbeiter werden Teil des neuen Konzepts: Die Servicekraft wechselt in den Verkauf, der Küchenmitarbeiter übernimmt Aufgaben in der Produktion.
„Nach 30 Jahren ist dieser Schritt keine Niederlage, sondern ein Neuanfang“, betont Gelter, der das Wirtshaus seit 2009 führt. Mit der Schließung endet eine Ära, doch Gelter blickt voller Zuversicht auf die Zukunft.
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