Regierung
Frauenbericht 2024: Chancen in Kärnten
Der dritte Kärntner Frauenbericht zeigt 2024 Fortschritte und bestehende Defizite auf. Trotz positiver Entwicklungen bleiben zahlreiche Herausforderungen in Bereichen wie Erwerbstätigkeit, Gleichstellung und Gewaltschutz.
© Vitaly Kobzun/Pixabay
Im Rahmen der letzten Regierungssitzung 2024 präsentierte Frauen-Landesrätin Sara Schaar den dritten Kärntner Frauenbericht, der die Lebensrealität von Frauen im Land detailliert darstellt. Der Bericht wurde von der Abteilung für Frauen und Gleichstellung des Landes erstellt und soll als Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung dienen.
Dringender Handlungsbedarf
Obwohl es Fortschritte bei der Kinderbetreuung und Bildung gibt, bleiben in vielen Bereichen noch Defizite. Besonders in der beruflichen und finanziellen Gleichstellung, bei der politischen Teilhabe und dem Gewaltschutz gibt es nach wie vor Ungleichheiten. Frauen leisten durchschnittlich eine Stunde mehr unbezahlte Arbeit als Männer, die Teilzeitquote ist mit 48,7 Prozent besonders hoch, und die Lohnlücke bleibt bestehen. Frauen in Kärnten arbeiteten 2023 insgesamt 62 Tage “gratis”, was die Notwendigkeit zur Verbesserung der finanziellen Gleichstellung unterstreicht.
Mehr Gleichstellung
Der Bericht fordert konkrete Maßnahmen, wie etwa lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle, höhere Gehälter in frauendominierten Berufen und verpflichtende Lohntransparenz. Die gerechte Aufteilung der Care-Arbeit soll durch Maßnahmen wie Väterkarenz und verbesserte Kinderbetreuung gefördert werden. Auch im Bereich Gewaltprävention wird ein Ausbau von Beratungsstellen und Kampagnen gefordert.