Kärnten
Eine Million Euro für Exporte
Angesichts der angespannten Wirtschaftslage investieren Land Kärnten und die Wirtschaftskammer in eine verstärkte Exportoffensive. Mit einer Million Euro sollen heimische Unternehmen neue Märkte erobern und die Wirtschaft stabilisieren.
Land Kärnten und die Wirtschaftskammer investieren eine Million Euro in die Zukunft der Exportwirtschaft.© WKK/KK
Die Stimmung in Kärntens Exportwirtschaft ist so schlecht wie nie zuvor. Bereits im Sommer befürchtete ein Viertel der Unternehmen einen Rückgang der Ausfuhren, inzwischen ist es die große Mehrheit. Die Ursachen sind vielfältig: Hohe Lohnnebenkosten, steigende Energiekosten und die schwierige Lage der wichtigsten Handelspartner wie Deutschland und Italien setzen Kärntens Exporteuren zu. Die jüngsten Zahlen bestätigen den Trend: Im ersten Halbjahr 2024 sanken die Exporte um 4,6 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro, die Importe sogar um 9,2 Prozent.
Aufgestocktes Exportförderpaket
Beim Exportgipfel am Donnerstagabend in Klagenfurt haben Land Kärnten und die Wirtschaftskammer ihre Unterstützung für die Exportwirtschaft massiv erhöht. Die bisher 800.000 Euro umfassende Exportförderung wird auf eine Million Euro ausgeweitet. Die Mittel werden je zur Hälfte von Land und Wirtschaftskammer bereitgestellt. Das Geld soll für internationale Messen, Wirtschaftsmissionen und Markterschließungsprojekte verwendet werden. Eine Wirtschaftsmission nach Japan ist bereits für den Herbst geplant.
Neue Märkte im Visier
Die Zukunft der Kärntner Exportwirtschaft liegt außerhalb Europas. Hoffnungsmärkte wie die USA, Indien und Asien sollen künftig stärker im Fokus stehen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von den traditionellen Handelspartnern zu reduzieren. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl betont, dass dieser Weg ein langer Prozess sei: „Es ist ein Marathon, aber wir müssen jetzt beginnen.“
Signal für die Zukunft
Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig sieht in der Exportoffensive einen klaren Schritt, um Kärntens Wirtschaft langfristig zu stärken. Für die Exporteure sei es entscheidend, auf internationalen Märkten präsent zu sein und Chancen zu nutzen, die sich in neuen Regionen bieten. Mit der erhöhten Förderung setzen Land und Wirtschaftskammer ein Zeichen, dass der Export auch in schwierigen Zeiten eine tragende Säule bleibt.