Sicherheit

Kin­der auf Schutz­weg: Nicht jeder bremst!

Für Erwachsene bremst sogar jeder Zehnte nicht und lässt sie ungehindert über den Zebrastreifen gehen.

Kin­der auf Schutz­weg: Nicht jeder bremst! "Wir fordern daher generell eine Verdoppelung des Strafausmaßes bei Delikten im Straßenverkehr, wenn Kinder gefährdet werden", sagt Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheit im KFV.

© pixaby.com/Surprising_SnapShots

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Nach der jüngs­ten Unfall­se­rie von Kin­dern in der Stei­er­mark warnt das Kura­to­ri­um für Ver­kehrs­si­cher­heit (KFV), dass Schutz­we­ge immer nur beding­ten Schutz vor Unfäl­len bie­ten. Wie KFV-Beob­ach­tun­gen zei­gen, hält jedes zwan­zigs­te Fahr­zeug nicht an, obwohl ein Kind über einen Schutz­weg gehen will. Für Erwach­se­ne bremst sogar jeder Zehn­te nicht. Ange­sichts die­ser Daten mahnt das KFV mehr Rück­sicht­nah­me und Vor­sicht ein. In den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren wur­den in Öster­reich auf „Zebra­strei­fen“ ins­ge­samt 5.213 Per­so­nen ver­letzt, dar­un­ter 887 Kin­der. Getö­tet wur­den auf Schutz­we­gen ins­ge­samt 48 Men­schen, dar­un­ter drei Kin­der.

Nicht alle sind gut sicht­bar unter­wegs

Die dunk­le Jah­res­zeit ist für die schwächs­ten Ver­kehrs­teil­neh­men­den beson­ders gefähr­lich. Vor allem dann, wenn sie schlecht sicht­ba­re Klei­dung tra­gen. Laut einer Erhe­bung vom Kura­to­ri­um für Ver­kehrs­si­cher­heit (KFV) sind nur rund 35 Pro­zent der Zu-Fuß-Gehen­den im Win­ter gut sicht­bar unter­wegs (hel­le Klei­dung oder Reflek­to­ren). Bei den Fahr­rad­fah­ren­den sind es rund 36 Pro­zent.

5.213 Zu-Fuß-Gehen­de ver­letzt

Auch Schutz­we­ge wer­den ihrem Namen nicht immer gerecht, was zuletzt der Öffent­lich­keit wie­der durch spek­ta­ku­lä­re Unfäl­le schmerz­lich bewusst gemacht wur­de. Tat­säch­lich han­delt es sich dabei um alles ande­re als um Ein­zel­fäl­le, wie die Sta­tis­tik zeigt. In den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren (2019 bis 2023) sind in Sum­me 5.213 Zu-Fuß-Gehen­de auf Schutz­we­gen ver­letzt und 48 getö­tet wor­den. Unter den Ver­letz­ten waren 887 Kin­der (0 bis 14 Jah­re). Unter den 48 Toten waren drei Kin­der.

For­de­rung: Ver­dop­pe­lung der Stra­fe

Doch selbst die­se Zah­len spie­geln noch nicht den tat­säch­li­chen Umfang der Fehl­ver­hal­ten vor Schutz­we­gen wider. Wie die „Fußgänger/Lenker Inter­ak­ti­ons-Beob­ach­tun­gen 2024“ des KFV zei­gen, lässt jedes zwan­zigs­te Fahr­zeug Kin­der nicht unge­hin­dert über den Schutz­weg gehen. Für Erwach­se­ne bremst sogar jeder Zehn­te nicht und lässt sie unge­hin­dert über den Zebra­strei­fen gehen. Klaus Robatsch, Lei­ter der Ver­kehrs­si­cher­heit im KFV erklärt, dass sich die Anhal­te­be­reit­schaft in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kaum ver­än­dert habe: “Beson­ders erschüt­ternd ist es, wenn nicht vor Kin­dern, die einen Schutz­weg über­que­ren wol­len, ange­hal­ten wird. Wir for­dern daher gene­rell eine Ver­dop­pe­lung des Straf­aus­ma­ßes bei Delik­ten im Stra­ßen­ver­kehr, wenn Kin­der gefähr­det wer­den.”

20.01.2025 09:00
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Kin­der auf Schutz­weg: Nicht jeder bremst! "Wir fordern daher generell eine Verdoppelung des Strafausmaßes bei Delikten im Straßenverkehr, wenn Kinder gefährdet werden", sagt Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheit im KFV.

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