Nachmittagsbetreuung

Drei Kärnt­ner Städ­te gegen den Bund

Bund reduziert erneut Mittel für Nachmittagsbetreuung. Scharfer Gegenwind aus Klagenfurt, Villach und St. Veit.

Drei Kärnt­ner Städ­te gegen den Bund Kulmer, Katholnig und Rabitsch sind sich einig. Kein Sparen auf Kosten der Kinder.

© Marta Gillner, Fritz-Press, Nicolas Zangerle (SPÖ Klagenfurt); Grafik Stadt Villach

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Wie­der redu­ziert der Bund wich­ti­ge Mit­tel für die Nach­mit­tags­be­treu­ung um Hun­dert­tau­sen­de Euro. Kla­gen­furt, Vil­lach und St. Veit stei­gen dage­gen ent­setzt auf die Bar­ri­ka­den. Die Bil­dungs­re­fe­ren­ten der drei Städ­te sind sich einig. „Wir las­sen uns die­se Vor­gangs­wei­se nicht gefal­len. Spa­ren zu Las­ten der Kin­der geht über­haupt nicht!“

Den Bund in die Pflicht neh­men

Die Bil­dungs­re­fe­ren­ten der Städ­te Kla­gen­furt und Vil­lach, Vize­bür­ger­meis­ter Ronald Rabit­sch, Vize­bür­ger­meis­te­rin Sarah Kathol­nig und auch der St. Vei­ter Bür­ger­meis­ter Mar­tin Kul­mer (alle SPÖ) sind ent­setzt und stei­gen ein­mal mehr gegen erneu­te Ein­spa­run­gen des Bun­des für die Nach­mit­tags­be­treu­ung auf die Bar­ri­ka­den. Bereits vor drei Jah­ren hat­te der Bund die För­der­mit­tel dra­ma­tisch gekürzt. Im ver­gan­ge­nen Jahr kam die nächs­te Redu­zie­rung zu Las­ten der Kin­der. Jetzt folgt ein wei­te­rer Schritt. Kla­gen­furt bekommt für das nächs­te Schul­jahr deut­lich weni­ger an Geld­mit­teln für die schu­li­sche Nach­mit­tags­be­treu­ung. In Vil­lach schlägt der Spar­kurs des Bun­des zwi­schen­zei­tig mit rund 800.000 Euro zu Buche. Auch St. Veit muss kräf­ti­ge Ein­spa­run­gen hin­neh­men. „Es reicht jetzt wirk­lich“, empö­ren sich Kathol­nig, Rabit­sch und Kul­mer. „So kann das nicht wei­ter­ge­hen. Das wer­den wir uns sicher nicht gefal­len las­sen! Wir neh­men den Bund in die Pflicht, dass er sei­nen Auf­ga­ben nach­kommt!“

Spa­ren auf Kos­ten der Bil­dung

Die drei Kärnt­ner Städ­te erfül­len bereits seit Jah­ren ungleich mehr Auf­ga­ben in der Finan­zie­rung der Bil­dung, als sie es müss­ten. „Die­se Spar­maß­nah­me des Bun­des auf Kos­ten der Kin­der und der Eltern sind inak­zep­ta­bel, eine Zumu­tung und den Betrof­fe­nen ein Schlag ins Gesicht. Der Bund spart bei den Zukunfts­chan­cen der nächs­ten Gene­ra­ti­on“, sagen Kathol­nig, Rabit­sch und Kul­mer. „Offen­bar erkennt man im Bund nicht, dass opti­ma­le Bil­dungs- und Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten der Kin­der das Wich­tigs­te über­haupt sind.“

Kos­ten mas­siv erhöht

Die Städ­te wol­len den hor­ren­den Ver­lust an Bun­des­för­der­mit­tel weder ver­kraf­ten noch akzep­tie­ren: „Die Lebens­hal­tungs­kos­ten sind mas­siv gestie­gen. Von Lebens­mit­teln über Mie­ten bis hin zur Ener­gie ist alles immens teu­rer gewor­den. Wir kön­nen die durch den Bund feh­len­den Mit­tel kei­nes­falls auf die Eltern über­wäl­zen. Sehr vie­le sind ohne­hin schon weit über Gebühr belas­tet.“ Die Städ­te sehen sich nicht in der Lage, das durch den Bund ver­schul­de­te Defi­zit aus­zu­glei­chen.

Stei­gen­der Bedarf an Betreu­ungs­plät­zen

Zur feh­len­den Finan­zie­rung durch den Bund kom­me ste­tig stei­gen­der Bedarf an qua­li­täts­vol­len Plät­zen zur Nach­mit­tags­be­treu­ung. In Kla­gen­furt sind 80 Nach­mit­tags­grup­pen betrof­fen, in Vil­lach gibt es im heu­ri­gen Schul­jahr 60 Nach­mit­tags­grup­pen an 17 Stand­or­ten mit rund 1150 Betreu­ungs­plät­zen. Rabit­sch, Kathol­nig und Kul­mer: „Offen­bar hat man im Bund kei­ne Vor­stel­lung von der Lebens­rea­li­tät, ansons­ten könn­te man die­sen voll­kom­men inak­zep­ta­blen Schritt nicht set­zen.“

18.02.2025 09:00
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Drei Kärnt­ner Städ­te gegen den Bund Kulmer, Katholnig und Rabitsch sind sich einig. Kein Sparen auf Kosten der Kinder.

© Marta Gillner, Fritz-Press, Nicolas Zangerle (SPÖ Klagenfurt); Grafik Stadt Villach