Krumpendorf
Auszeichnung für Helga Duffek-Kopper
Helga Duffek-Kopper war von 1995 bis 2011 Superintendentialkuratorin. Es ist das höchste Laienamt der evangelischen Kirche in Kärnten.
Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, Helga Duffek-Kopper und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links).© LPD Kärnten/Kuess
Der früheren Superintendentialkuratorin der evangelischen Kirche, Helga Duffek-Kopper, verlieh Landeshauptmann Peter Kaiser gestern (22. Februar 2025) gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landtagspräsident Reinhart Rohr das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Duffek-Kopper war auch als Schulinspektorin tätig und ist als Autorin bekannt. Die Ehrung fand in ihrem Heimatort Krumpendorf statt, wo sie mit Familie und Wegbegleitern ihren 90. Geburtstag feierte.
Eine vielseitige Persönlichkeit
„Ich verneige mich vor einem großartigen Menschen“, sagte Kaiser, der die Geehrte schon lange kennt. Er beschrieb sie als vielseitige Persönlichkeit. Duffek-Kopper habe immer Menschen einander nähergebracht und in der evangelischen Kirche Geschichte geschrieben. Als Literatin habe sie ihre Lebensgeschichte bearbeitet und auch vieles verfasst, das die Menschen zum Schmunzeln bringe. Zudem sei sie Pädagogin und Politikerin gewesen.
Setzte sich für Frauenrechte ein
„Menschen zusammenzubringen ist deine Stärke“, meinte auch Superintendent Manfred Sauer. Er erzählte, dass Duffek-Kopper für ihn und seine Frau Renate immer wie eine zweite Mutter war. „Du bist ein politischer Mensch im Sinne von mitgestalten statt beschweren. Du hast dich immer für Frauenrechte eingesetzt und auch für schwierige Themen. Das Gemeinsame steht bei dir immer im Mittelpunkt“, sagte Sauer. Er hob das „große soziale, diakonische Herz“ Duffek-Koppers hervor: „Du stehst für das, was wir jeden Sonntag predigen.“
“Eine Meisterin der Worte”
Pfarrer Martin Madrutter nannte Duffek-Kopper eine Kümmerin, eine Meisterin der Worte: „Du hast uns alle geprägt.“ Gemeinsam mit Kuratorin Isabella Angerer übergab er der Jubilarin ein Gedicht, das alle Anwesenden, darunter auch Kaiser, Schaunig und Rohr, getextet und selbst eingesprochen haben. Duffek-Kopper bedankte sich bei allen: „Ich freue mich, dass ihr da seid.“ Rede habe sie keine vorbereitet: „Es steht teilweise eh alles in meinen Büchern.“
Zur Person
Superintendentialkuratorin war die Geehrte von 1995 bis 2011. Es ist das höchste Laienamt der evangelischen Kirche in Kärnten und ehrenamtlich. Nach ihrem Rückzug aus der diözesanen Verantwortung war sie noch einige Jahre Kuratorin der Pfarrgemeinde Pörtschach. Als Autorin hat Duffek-Kopper Bücher und Gedichtbände veröffentlicht, darunter die autobiographische Romantrilogie „Die Villa Mathilde“, „13 Deka Leberkäs“ und „Heiligengeistplatz, alles umsteigen!“. Den Reinerlös ihrer Lesungen hat sie für soziale und diakonische Projekte gespendet. Mit dabei war die Geehrte auch bei der Gründung der Frauenhäuser in Kärnten. Für eine Periode war sie Mitglied des Gemeinderates in Krumpendorf, zuständig für Soziales, Frauen und Kultur. Mit knapp 40 Jahren hatte sie sich einen Traum erfüllt, der ihr als Jugendliche verwehrt war: Sie begann ein Studium an der Universität Klagenfurt, das sie 1981 mit dem Doktorat abschloss.


