In der Klagenfurter Ostbucht wird ab 1. Juni 2025 fürs Parken gezahlt. Mit der neuen Gebührenregelung, die dem Gemeinderat zur finalen Entscheidung vorgelegt wird, reagiert die Stadt auf ihre angespannte Budgetsituation. Die Kurzparkzone gilt dann ganzjährig – im Sommer von 8 bis 20 Uhr, im Winter von 8 bis 17 Uhr. Pro halbe Stunde sind 50 Cent fällig, der Höchstsatz liegt bei 4 Euro täglich. Betroffen sind alle Großparkplätze zwischen Friedelstrand und Lorettoweg, etwa beim Europapark und Strandbad. Bezahlt wird per Automat oder App, kontrolliert vom ÖWD. Eine erste Evaluierung ist für Sommer 2026 geplant.
Laut Stadt sollen so jährlich rund 1,2 Millionen Euro lukriert werden. Das Team Kärnten will im Gemeinderat einen Abänderungsantrag einbringen, um auch gebührenfreie Alternativen – etwa beim Minimundus oder Lorettoweg – zu schaffen und so Verlagerungseffekten entgegenzuwirken.
Altstadtlauf findet statt
Trotz Finanzsorgen: Der beliebte Klagenfurter Altstadtlauf bleibt im Veranstaltungskalender. Dank neuer Sponsoren – Stadtwerke Klagenfurt und Privatstiftung Kärntner Sparkasse – sowie straffer Organisation kann der Lauf Ende Juni kostenneutral über die Bühne gehen. Sportreferentin Constance Mochar brachte den entsprechenden Antrag in den Stadtsenat ein. Weitere Details folgen.
Funtastico wird fortgeführt
Auch bei der Sommerferienbetreuung gibt es grünes Licht. Der Verein Funtastico erhält 2025 wieder 79.000 Euro an Subvention. Damit bleibt das bewährte Bewegungs- und Freizeitprogramm für Kinder und Jugendliche bestehen. Der Elternbeitrag wird allerdings erhöht: von bisher 60 auf künftig 80 Euro pro Woche.
Zentrale Schwimmbadlösung im Gespräch
Noch offen ist die Zukunft des Hallenbades. Vertreter aus St. Veit stellten dem Stadtsenat eine Vision für ein gemeinsames Zentralbad beider Städte vor. Bürgermeister Christian Scheider lobte das Konzept, verwies aber auf bestehende Klagenfurter Beschlüsse. Der Vorschlag soll im Rahmen der laufenden Konsolidierungsgespräche weiter diskutiert werden.
Müllabfuhr wird neu organisiert
Ab 2025 wird die Müllabfuhr in Klagenfurt effizienter – und günstiger. Statt alle Müllsorten an einem Tag abzuholen, sollen künftig unterschiedliche Touren gefahren werden. Auch müssen Müllcontainer künftig näher an die Abholorte gebracht werden – die bisherige 10-Meter-Regelung fällt. Beides muss noch vom Gemeinderat beschlossen werden. Die Entsorgungsabteilung rechnet mit Einsparungen von rund 600.000 Euro jährlich.
Verkauf von nicht genutzten Immobilien
Klagenfurt Wohnen prüft aktuell, ob Gebäude außerhalb des Wohnzwecks verkauft werden können – etwa ein leerstehendes Gemeindezentrum oder das Schweizerhaus. Die potenziellen Erlöse in Höhe von bis zu 9,5 Millionen Euro könnten in Sanierungen und neue Wohnungen fließen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.