Ein 43-jähriger Bosnier ohne festen Wohnsitz soll seit November 2023 rund 1,5 Kilogramm Heroin und 110 Gramm Kokain an mindestens 19 Abnehmer verkauft haben – hauptsächlich im Stadtgebiet Klagenfurt. Der Straßenverkaufswert der gesamten Drogenmenge, die er vermutlich über Subdealer bezog, liegt laut Polizei bei rund 250.000 Euro. Der Mann lebte illegal im Stadtteil Annabichl und hatte zusätzlich eine kleine Wohnung angemietet, vermutlich als Drogenbunker.
Einsatz mit Cobra und OBS
Am 5. Februar 2025 klickten die Handschellen. Beamte des Stadtpolizeikommandos Klagenfurt, unterstützt von EKO Cobra und der OBS Süd, nahmen den 43-Jährigen fest. In zwei durchsuchten Wohnungen wurden neben Drogen auch Bargeld, Mobiltelefone, Verpackungsmaterial und zwei verbotene Waffen gefunden – obwohl gegen den Mann ein aufrechtes Waffenverbot bestand.
Drogendeals vor Schulen
Besonders brisant: Zahlreiche Deals sollen im Nahbereich einer Schule abgewickelt worden sein – zum Teil beobachtet von Eltern, die ihre Kinder abholten. Auch ein 28-jähriger Österreicher, ein mutmaßlicher Subdealer, wurde am 6. Februar verhaftet. Er soll selbst mit Hunderten Gramm Heroin, Cannabis, Kokain und Tabletten gehandelt haben.
Zwei Männer festgenommen
Beide Männer sitzen in der Justizanstalt Klagenfurt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen – insbesondere zur Herkunft der Drogen und möglicher weiterer Abnehmer. Die Polizei wertet den Zugriff als „entscheidenden Schlag gegen den organisierten Suchtgifthandel in Klagenfurt“.