Die Kärntner Landesregierung stellt in ihrer aktuellen Sitzung die Weichen für eine noch engere Zusammenarbeit auf nationaler, internationaler und interregionaler Ebene. Landeshauptmann Peter Kaiser präsentierte eine Vielzahl an Initiativen, die von digitaler Verwaltung über Zivilschutz bis hin zu kulturellem Austausch reichen – immer mit dem Ziel, den Standort Kärnten zukunftsfit zu machen.
Digitalisierung als Antwort auf Personalnot
Im Austausch mit Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll wurden die Potenziale digitaler Prozesse in der Verwaltung hervorgehoben. Sie könnten nicht nur Verfahren beschleunigen, sondern auch dem Fachkräftemangel begegnen. Besonders interessiert zeigte sich Pröll an „KärntenGPT“, einer Künstlichen Intelligenz (KI), die Bürgerinnen und Bürger bei Förderanträgen unterstützen könnte.
Sicherheitsnetz über Landesgrenzen
Ein weiterer Meilenstein betrifft den Zivilschutz: In Venedig wurde ein neues Abkommen mit den Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien unterzeichnet. Damit soll die grenzüberschreitende Katastrophenhilfe deutlich verbessert werden. Für Kärnten unterzeichneten Landeshauptmann Kaiser und Landesrat Daniel Fellner das Papier – für die italienischen Partner Riccardo Riccardi und Federico Caner.
Finanzdruck bleibt große Herausforderung
Auch beim bevorstehenden Treffen mit Bundeskanzler Christian Stocker und Vizekanzler Andreas Babler will Kaiser auf Kärntner Anliegen pochen – etwa zur Schuldenentwicklung oder zur Technologieoffensive. Trotz der Altlasten der Hypo-Heta-Vergangenheit sei es gelungen, das Landesbudget über Jahre hinweg positiv zu gestalten, so der Landeshauptmann.
Kulturelle Grenzüberwindung in Nova Gorica
Ein sichtbares Zeichen für die gute Nachbarschaft setzt Kärnten auch kulturell: Im Rahmen der Kulturhauptstadt GO25 wird am Freitag in Nova Gorica die Ingeborg-Bachmann-Kuppel eröffnet. Sie wurde vom Land Kärnten, der Kulturstiftung und dem Carinthischen Sommer initiiert und soll als Botschafterin der Kärntner Kulturszene über Grenzen hinweg wirken.