Kärnten
Pflege: Gemeinden werden finanziell entlastet
Kärnten schafft mit der Gesetzesänderung zur Pflegenahversorgung Fakten – flächendeckender Ausbau rückt näher.
© Pixabay/Sabine van Erp
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22.04.2025 19:01
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Die Kärntner Landesregierung hat ein deutliches Zeichen in der Pflegepolitik gesetzt: Mit der Änderung des Pflege- und Betreuungsgesetzes fällt seit 1. Jänner 2025 die Kostenbeteiligung der Gemeinden für die Pflegenahversorgung weg. Damit ist der Weg frei für den landesweiten Ausbau des bewährten Modells.
Gesundheitslandesrätin Beate Prettner präsentierte nach der Regierungssitzung die Details. Die Gemeinden werden heuer um rund 1,6 Millionen Euro entlastet, ab 2026 soll die jährliche Entlastung sogar 1,85 Millionen Euro betragen. Finanziert wird das System über den Bundespflegefonds. „Das gibt den Gemeinden den finanziellen Freiraum, den sie dringend brauchen“, betonte Prettner.
Seit 2019 setzt Kärnten auf eine frühzeitige, aufsuchende Betreuung in der Pflegenahversorgung. Über 100 Gemeinden nutzen das Angebot bereits, das älteren Menschen hilft, länger zuhause zu bleiben. Prettner sieht den Beweis für den Erfolg im Rückgang höherer Pflegestufen: „Das zeigt, dass Prävention wirkt.“
Rund 600 Freiwillige sind derzeit im Einsatz, um die Pflegenahversorgung zu tragen – mit Fahrdiensten, Arztbegleitungen oder Besuchen gegen Einsamkeit. Für Prettner sind sie das Rückgrat des Modells: „Ohne das Ehrenamt wäre das alles nicht möglich.“
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