Maria Saal
Sanierung des Lanzengitters um den Herzogstuhl
Nach einer vier Monate langen Generalsanierung wurde gestern das neue Gitter um den Herzogstuhl präsentiert. Für die Koordination der Sanierung war das Kärntner Landesmuseum verantwortlich. Die Kosten für den Erhalt des wichtigen Rechtsdenkmals bertrugen 80.000 Euro.
© LPD Kärnten/Eggenberger
Gestern wurde das neu generalsanierte Gitter präsentiert, das den Herzogstuhl bei Maria Saal umzäunt. Die insgesamt 187 Jahre alte Gitterkonstruktion musste von Grund auf restauriert werden. Das Kärntner Landesmuseum, das den Standort museal betreut, übernahm die Koordination der erforderlichen Arbeiten. An der Präsentation nahmen Landeshauptmann Peter Kaiser, Igor Pucker (Leiter der Kulturabteilung), Gorazd Zivkovic (Bundesdenkmalamt), Christian Wieser (Kärntner Landesmuseum) und Maria Saals Bürgermeister Franz Pfaller teil.
Bewahrung des wichtigen Rechtsdenkmals
„Mit den Erneuerungsarbeiten leisten wir einen Beitrag zur Bewahrung dieses neben dem Fürstenstein wichtigsten Rechtsdenkmals und seines Vermächtnisses für die kommenden Generationen“, ist Landeshauptmann Peter Kaiser überzeugt. Gleichzeitig betonte er, dass der Herzogstuhl bei Maria Saal auch künftig nichts von seiner Bedeutung als wesentlicher Bestandteil der bewegten Kärntner Landesgeschichte einbüßen wird.

Sanierungskosten und laufende Betreuung
Die gesamten Kosten für die Generalsanierung beliefen sich auf 80.000 Euro. Davon wurden 70.000 Euro von der Abteilung 14 (Kunst und Kultur) des Landes Kärnten übernommen. Die verbleibenden 10.000 Euro wurden vom Bundesdenkmalamt zur Verfügung gestellt. In Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Kärnten, der Marktgemeinde Maria Saal und dem Land Kärnten (Abteilung 9, Straßen und Brücken) wird die laufende Betreuung der Stätte sichergestellt. Es erfolgte eine Erneuerung der Tragekonstruktion aus einem witterungsbeständigem Edelstahl. Während ein neuer Korrosionsschutz aufgetragen wurde, nahm man auch zusätzlich Neuschmiedungen und Ölanstriche vor.
Rückblick in das Jahr 1834
Im Jahr 1834 betrugen die Errichtungskosten für das Lanzengitter 3.811 Gulden und 9 Kreuzer, was heute einem Betrag von etwa 60.000 Euro entspricht. „Man sieht, dass der Herzogstuhl und seine unmittelbare Umgebung auch vor rund 180 Jahren den Kärntnern am Herzen lagen, so wie uns auch heute die Instandhaltung ein ebenso großes Anliegen ist“, bedankt sich Pucker.