Klagenfurt
Ideen für die Bahnhofstraße gesucht
Zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten für die Klagenfurter Bahnhofstraße gesucht. Ideen können jetzt eingebracht werden.
Alex Neumann (GF Firma netwiss), Beatrice Bednar (Bednar + Walcher), Gunnar Grandel (TU Wien), Vzbgm. Ronald Rabitsch (Referent für Stadtentwicklung und Verkehrsplanung) StR. Max Habenicht (Referent für Wirtschaft und Smart City) und Markus Letter (Abt. Klima- und Umweltschutz) stellten vor Ort das Programm für die Testwoche Bahnhofstraße vor.© StadtKommunikation / Spatzek
Für die zentrale Verkehrsader vom Bahnhof in die Innenstadt werden von 5. bis 11. Mai mit dem Projekt „ACCTRA“ der TU Wien zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten gesucht. Vor Ort werden Ideen der Nutzer für die Bahnhofstraße gesammelt und zwei Modelle von bekannten Gestaltungsvarianten gezeigt.
Grundstein für die zukünftige Entwicklung
Das Projekt ACCTRA ist ein wissenschaftliches Projekt – geleitet von der Technischen Universität Wien – mit starkem Anwendungscharakter. Es geht der Frage nach, wie Städte durch Maßnahmen im Mobilitätsbereich nachhaltiger, lebenswerter und zugänglicher für alle gemacht werden können. Das Projekt soll Erkenntnisse ermöglichen, wie durch Kommunikation, Beteiligung und das Ausprobieren vor Ort gute Ergebnisse im Sinne aller Betroffenen erzielt werden können. Darüber hinaus soll ein Grundstein für die zukünftige Entwicklung der äußeren Bahnhofstraße in Klagenfurt gelegt werden.
Tor zur Stadt
Die äußere Bahnhofstraße ist das Tor zur Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Sie prägt den ersten Eindruck für Ankommende am Hauptbahnhof, fungiert als zentrale Verkehrsader in die Innenstadt und wird mit der Eröffnung der Koralmbahn Ende 2025 weiter an Bedeutung gewinnen. Fakt ist, dass die äußere Bahnhofstraße vom Bahnhof bis zur Landesregierung bald saniert werden muss. In Abstimmung mit der Stadt Klagenfurt beschäftigt sich das Forschungsprojekt ACCTRA daher damit, wie dieser Bereich dann auch zukunftsfit gestaltet werden kann. Für Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmen, Pendlerinnen und Pendler sowie allen Besucherinnen und Besuchern der Landeshauptstadt.
Was wurde bis jetzt erarbeitet?
In einem ersten Schritt wurden Befragungen mit Anrainerinnen und Anrainern, Nutzerinnen und Nutzern auf der Straße, sowie Unternehmen und Organisationen der äußeren Bahnhofstraße durchgeführt. Insgesamt konnten bisher mehr als 250 Personen eingebunden werden. Die Ergebnisse zeigen, dass der Fußverkehr von besonderer Bedeutung für die äußere Bahnhofstraße ist und bei Anrainerinnen und Anrainern sogar stärker ins Gewicht fällt, als die Nutzung des Autos. Die Befragung von Personen im Straßenraum hat unter anderem sehr klar ergeben, dass im Rahmen der Testwoche dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum gegeben bzw. die Aufenthaltsqualität verbessert werden soll. Ideen, die auch generell für die Zukunft der äußeren Bahnhofstraße relevant sind.
Testwoche 5. bis 11. Mai
In der Testwoche soll gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern vor Ort erarbeitet werden, wie die äußere Bahnhofstraße als attraktives Tor zur Stadt gestaltet und zukunftsfit gemacht werden könnte. Zwei mögliche Gestaltungsprinzipien eines Boulevards, darunter die berühmte Promenade „La Rambla“ in Barcelona, sind nicht nur bildlich auf großen Transparenten dargestellt. Vor Ort können rund um den aufgebauten Infostand mögliche Lösungen im Straßenraum ausprobiert, diskutiert sowie über die Erhebungskarten bewertet und abgegeben werden. Darüber hinaus können weitere Ideen für die Zukunft der äußeren Bahnhofstraße eingebracht werden. Im Anschluss an die Testwoche erfolgt eine wissenschaftliche Auswertung und Beschreibung der Ergebnisse durch die Technische Universität Wien. Die Ergebnisse sind über die Website des Projektes zugänglich. „Mit dem wissenschaftlichen Projekt der TU Wien wollen wir ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer der Bahnhofstraße einholen und die Basis für weitere Planungsschritte schaffen. Durch abgeholte Fördermittel von EU und Bund wird das Projekt für die Stadt kostenneutral”, sagt Vizebürgermeister Ronald Rabitsch, Referent für Stadtentwicklung und Verkehrsplanung.„Das Projekt ACCTRA wird die Bedürfnisse der Nutzer der Bahnhofstraße wissenschaftlich genau erheben. Bei der zukünftigen Gestaltung dieses Verkehrsraum muss die Stadt darauf Rücksicht nehmen”, ergänzt Stadtrat Max Habenicht, Referent für Wirtschaft und Smart City.
Alex Neumann (GF Firma netwiss), Beatrice Bednar (Bednar + Walcher), Gunnar Grandel (TU Wien), Vzbgm. Ronald Rabitsch (Referent für Stadtentwicklung und Verkehrsplanung) StR. Max Habenicht (Referent für Wirtschaft und Smart City) und Markus Letter (Abt. Klima- und Umweltschutz) stellten vor Ort das Programm für die Testwoche Bahnhofstraße vor.© StadtKommunikation / Spatzek

