Ein Klagenfurter Maturant mit Autismus bekommt trotz 40-prozentigem Behinderungsgrad keinen Nachteilsausgleich – ein Fall, der Empörung auslöst und eine Debatte über Chancengleichheit anheizt.
Ein Schüler mit Autismus kämpft für das Recht auf faire Prüfungsbedingungen – unterstützt von der Aktion kritischer Schüler.
Während diese Woche tausende Jugendliche in Österreich ihre schriftliche Matura antreten, kämpft der Klagenfurter Schüler Daniel mit mehr als nur Prüfungsstress: Trotz eines ärztlich festgestellten Behinderungsgrads von 40 Prozent und klarer gesetzlicher Grundlage wird ihm ein Nachteilsausgleich verweigert. Laut § 18 Abs. 6 des Schulunterrichtsgesetzes hätte er darauf Anspruch.
Recht auf Unterstützung ignoriert
Empfohlen wurde der Ausgleich von einer Fachärztin – doch die Schule lehnt ihn ab. Ein Umstand, den viele Schüler_innen mit Behinderungen kennen. „Österreich verstößt mit der aktuellen Praxis gegen die UN-Behindertenrechtskonvention“, kritisiert Pius Erharter, Landessekretär der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) Kärnten/Koroška.
Petition fordert faire Bildung
Die AKS hat nun eine Petition gestartet, um auf die systematischen Benachteiligungen aufmerksam zu machen und fordert eine inklusive Schule für alle. Trotz der Hürden wird Daniel die Matura schreiben – ohne den zustehenden Nachteilsausgleich. Die Petition ist unter change.org/fairmatura abrufbar.
06.05.2025 17:01 - Update am: 06.05.2025 18:40
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Ein Schüler mit Autismus kämpft für das Recht auf faire Prüfungsbedingungen – unterstützt von der Aktion kritischer Schüler.