Kultur
Stelen von Valentin Oman vor Konzerthaus enthüllt
Das Kunstprojekt bezieht sich auf ein Verzeichnis der 836 zweisprachigen Ortsnamen aus dem Jahre 1945: Die Zweisprachigkeit ist eine kulturelle Besonderheit und auch eine Chance für Kärnten.
Valentin Oman, Brigitte Winkler-Komar und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links).© LPD Kärnten/Gleiss
Im Rahmen einer Festveranstaltung enthüllte kürzlich Landeshauptmann Peter Kaiser in Beisein von Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig die Bronzestelen „800+“ vor dem Konzerthaus Klagenfurt. Der Künstler Valentin Oman verewigte auf den vier Stelen einen Teil der insgesamt über 800 zweisprachigen Kärntner Ortsnamen, die aus dem öffentlichen Raum verschwunden sind.
“Im Alltag oftmals vergessen”
Für Kaiser ist die Enthüllung der vier Stelen ein würdiger Abschluss der Festveranstaltungen zum Erinnerungsjahr 2025/Leto spominjanja: “Die Stelen sind ein Bekenntnis zur Herkunft und Bedeutung der zwei Sprachen in Kärnten. Sie erinnern an die paradoxe Situation, dass die zweisprachigen Ortsnamen damals wie heute gesetzlich verschriftlicht wurden und werden, aber im alltäglichen Gebrauch oftmals in Vergessenheit geraten sind und so ein Stück der eigenen Identität verloren ging.”
Segnung durch Marketz und Sauer
Mit diesem öffentlich zugänglichen Kunstwerk wirke Valentin Oman diesem Vergessen entgegen. Die Leiterin der Kulturabteilung des Landes Kärnten, Brigitte Winkler-Komar, würdigte in ihrer Ansprache das künstlerische Schaffen von Valentin Oman und erörterte das Konzept des Projektes „800+“. Diözesanbischof Josef Marketz segnete gemeinsam mit Manfred Sauer das Kunstwerk. Seitens der Politik wohnten Klagenfurts Kulturstadtrat Franz Petritz und Herbert Gaggl, als Vertreter des Kärntner Landtages, der Enthüllung bei.
Das Projekt
Das Kunstprojekt bezieht sich auf ein Verzeichnis der 836 zweisprachigen Ortsnamen aus dem Jahre 1945. Deren Abbildung würde insgesamt 14 Stelen umfassen, die jene Regionen widerspiegeln, in der die slowenische Sprache und Kultur über Generationen verankert ist. Am Sockel der vier Stelen vor dem Konzerthaus ist ein QR-Code angebracht, über den alle zweisprachigen Ortsnamen per Handyscan abgerufen werden können. Für die künstlerisch-technische Leitung des Projektes zeichnete sich Karl Vouk verantwortlich, Jurist Rudi Vouk kuratierte das Verzeichnis der zweisprachigen Ortsnamen.



