Villach

Ein neu­er Atem­zug für Liam

Liam kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt. Heute, drei Jahre später, darf er bald wieder selbstständig atmen, dank starker medizinischer Hilfe und liebevoller Begleitung.

Ein neu­er Atem­zug für LiamLiam könnte bald ohne künstlichen Atemzug leben – dank jahrelanger Begleitung durch das Palliativteam.

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Pal­lia­ti­ve Pfle­ge bedeu­tet nicht immer Ster­be­be­glei­tung – das beweist die Geschich­te des klei­nen Liam aus Kärn­ten. Der Bub kam mit einem schwe­ren Herz­feh­ler zur Welt, muss­te ope­riert wer­den und konn­te danach nur mit einem Tra­cheo­sto­ma atmen. Heu­te, drei Jah­re spä­ter, könn­te die­ses bald ent­fernt wer­den. Mög­lich wur­de das durch die enga­gier­te Betreu­ung des Pal­lia­tiv­teams aus dem Kran­ken­haus Vil­lach.

Berüh­ren­de Geschich­te eines star­ken Kin­des

„Sabi­ne ist für uns wie ein Engel“, sagt Ame­la, die Mut­ter von Liam. Die Cura-Plus-Kran­ken­schwes­ter habe ihre Fami­lie durch die schwers­te Zeit getra­gen. Über zwei­ein­halb Jah­re betreu­te sie Liam zu Hau­se – medi­zi­nisch, mensch­lich und mit gro­ßem Her­zen. Die­se Hil­fe war nicht nur medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, son­dern ech­te Lebens­hil­fe für die Fami­lie.

Bewusst­seins­ar­beit im Atrio

Anläss­lich des Öster­rei­chi­schen Kin­der­hos­piz- und Pal­lia­tiv­ta­ges am 1. Juni macht der Kärnt­ner Lan­des­ver­band am Vor­tag im Atrio Vil­lach auf die Situa­ti­on von Fami­li­en mit unheil­bar kran­ken Kin­dern auf­merk­sam. Von 10 bis 15 Uhr kön­nen sich Besucher*innen vor Ort infor­mie­ren und mit den mobi­len Kin­der­p­al­lia­tiv­teams, Cura­plus, Dia­ko­nie und wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen ins Gespräch kom­men.

Hil­fe, wenn die Welt aus den Fugen gerät

In Öster­reich leben rund 5.000 Kin­der mit unheil­ba­ren Krank­hei­ten. Für sie und ihre Fami­li­en bedeu­tet Pal­lia­ti­ve Care: Unter­stüt­zung, Trost und eine Per­spek­ti­ve – auch in schwe­ren Zei­ten. In Kärn­ten wer­den jähr­lich rund 60 betrof­fe­ne Kin­der betreut. Das Ange­bot wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stark aus­ge­baut. Ob Kran­ken­haus, mobi­les Team oder ehren­amt­li­che Hos­piz­be­glei­te­rin­nen – sie alle leis­ten einen unschätz­ba­ren Bei­trag zur Lebens­qua­li­tät der jun­gen Patient*innen.

Ein Zei­chen gegen das Schwei­gen

„Pal­lia­ti­ve Ver­sor­gung erhöht nicht nur die Lebens­qua­li­tät, sie schenkt auch Wür­de und Zeit“, betont Hei­di Sto­cken­bo­jer, Vor­sit­zen­de des Kärnt­ner Lan­des­ver­bands. Mit der Akti­on im Atrio soll ein­mal mehr sicht­bar gemacht wer­den, dass die­se Fami­li­en nicht allein sind.

28.05.2025 11:59 - Update am: 28.05.2025 15:37
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