Klagenfurt

Trink­geld-Abga­be vor dem Aus

Eine Gesetzesänderung rückt näher: Die umstrittene Sozialversicherungsabgabe auf Trinkgelder könnte bald Geschichte sein. Die Gastronomie zeigt sich erleichtert und hofft auf rasche Umsetzung.

Trink­geld-Abga­be vor dem AusStefan Sternad, Fachgruppenobmann Gastronomie der WK Kärnten.

© WKK | Simone Attisani

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Ein Vor­stoß mit Rücken­wind

Die For­de­rung nach einer Abschaf­fung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge auf Trink­gel­der gewinnt an poli­ti­schem Gewicht. Nach einer gemein­sa­men Erklä­rung aller Lan­des­haupt­leu­te mel­de­te sich nun auch die Öster­rei­chi­sche Gesund­heits­kas­se (ÖGK) mit einer über­ra­schend deut­li­chen Ein­schät­zung zu Wort. Laut Peter McDo­nald, Ver­wal­tungs­rats­vor­sit­zen­der der ÖGK, sei der Bei­trag zur Finan­zie­rung der Sozi­al­ver­si­che­rung durch Trink­gel­der „nicht rele­vant“ – sie mach­ten nur etwa 0,5 Pro­mil­le der Ein­nah­men aus.

Kärn­tens Gas­tro­no­mie zeigt sich erfreut

Ste­fan Sternad, Fach­grup­pen­ob­mann der Kärnt­ner Gas­tro­no­mie, begrüßt die Klar­stel­lung durch die ÖGK und sieht dar­in eine Chan­ce, ein lan­ge kri­ti­sier­tes Sys­tem zu been­den. „Im Sin­ne unse­rer tüch­ti­gen Mitarbeiter*innen und zur Ent­las­tung der Betrie­be wäre das eine wich­ti­ge Maß­nah­me“, sagt Sternad und rich­tet einen Appell an Sozi­al­mi­nis­te­rin Korin­na Schu­mann: „Die gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen gehö­ren drin­gend ange­passt – die­ser Schritt ist über­fäl­lig.“

Trink­geld als Aner­ken­nung, nicht als Ein­kom­mens­quel­le

Trink­gel­der sind für vie­le Beschäf­tig­te in der Gas­tro­no­mie ein Zei­chen direk­ter Wert­schät­zung und sol­len genau das auch blei­ben – ohne büro­kra­ti­sche Belas­tung. Die Gas­tro­no­mie­bran­che bleibt laut Sternad wei­ter­hin hart­nä­ckig: „Gute Dienst­leis­tung zu beloh­nen, ist nichts Unan­stän­di­ges. Es ist Zeit für eine kla­re, fai­re Lösung.“

28.05.2025 15:59
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Trink­geld-Abga­be vor dem AusStefan Sternad, Fachgruppenobmann Gastronomie der WK Kärnten.

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