Klagenfurt
Kärnten ist Vorreiter beim Strahlenschutz
Mit dem neuen Notfallplan „KÄRN:STRAHL“ ist Kärnten auf alle Strahlenszenarien vorbereitet – von Reaktorunfällen bis zum Satellitenabsturz.
Präsentation des Notfallplans und Verabschiedung von Rudolf Weissitsch im Beisein von LR.in Prettner.© Büro LR.in Prettner
Alle Szenarien abgedeckt
Kärnten ist das erste Bundesland, das alle gesetzlich geforderten Teilpläne nach dem Strahlenschutzgesetz vollständig umgesetzt hat. Der Plan umfasst Unfälle in Atomkraftwerken, den Umgang mit radioaktiven Quellen, Satellitenabstürze und Terrorlagen. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner betont: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht – und mehr als das.“
Kommunikation als Schlüssel
Der Plan setzt nicht nur auf konkrete Maßnahmen, sondern auch auf gezielte Information. „Fake News sind das größte Problem im Katastrophenschutz“, sagt Strahlenschutzexperte Rudolf Weissitsch. Umso wichtiger seien klare Zuständigkeiten und geprüfte Kommunikation im Ernstfall.
Wechsel in der Leitung
Gleichzeitig wurde Weissitsch, langjähriger Strahlenschutzbeauftragter, in den Ruhestand verabschiedet. Er prägte Projekte wie die Pilzlandkarte oder den mobilen Strahlenmessbus. Seit Juni ist Anna Knoltsch für den Bereich verantwortlich.