Kärnten
Lehre stärken: Appell der Industrie
Beim Netzwerktreffen der Kärntner Industrielehrlingsausbildung in Pörtschach wurden Fachkräftemangel, hohe Kosten und Ausbildungsqualität diskutiert. Rund 1.000 Lehrlinge werden derzeit in Kärntens Industriebetrieben ausgebildet – Spartenobmann Michael Velmeden fordert klare politische Unterstützung.
Hartmut Rainer (Fundermax), Karl Frank, (Flex), Viktoria Supantschitsch, (cms electronics), Spartenobmann Michael Velmeden und Birgit Glanznig (Hasslacher Norica Timber).© Peter Just
Ausbildungsqualität trotz schwieriger Lage
Die Kärntner Industrie steht unter Druck: Steigende Energiepreise, zunehmende Bürokratie und Auftragsrückgänge belasten viele Unternehmen. Dennoch investieren zahlreiche Betriebe gezielt in die Ausbildung – aktuell werden rund 1.000 Lehrlinge in verschiedenen Industrieberufen ausgebildet.
Beim Netzwerktreffen im Parkhotel Pörtschach tauschten sich Vertreter:innen von 15 Industriebetrieben über Wege aus, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Ausbildungsqualität weiter zu sichern.
Velmeden: „Ausbildung ist der Schlüssel“
Michael Velmeden, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten und Vizepräsident der Industriellenvereinigung Kärnten, fand deutliche Worte: „Die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist durch hohe Kosten und mangelnde Planungssicherheit gefährdet. Wir brauchen klare Rahmenbedingungen und ein starkes Bekenntnis zur Ausbildung.“
Nur mit gut ausgebildeten Fachkräften sei die Industrie langfristig zukunftsfähig – von der Lehre bis hin zu hochqualifizierten technischen Berufen.
Ausbildung sichert Zukunft
Das Netzwerktreffen zeigte einmal mehr: Wer heute in Ausbildung investiert, stärkt die Industrie von morgen. Unternehmen und Ausbilder:innen waren sich einig, dass Fachkräftebedarf, Innovation und Produktivität nur mit einem stabilen Ausbildungssystem gesichert werden können.
Industrie als starker Wirtschaftsmotor
Die Kärntner Industrie sichert rund 115.000 Arbeitsplätze und 1.000 Lehrstellen und ist für 37 % der Bruttowertschöpfung in Kärnten verantwortlich – damit zählt sie zu den wichtigsten Säulen der regionalen Wirtschaft.