Kommentar
Klagenfurt: Weihnachtsglanz gekippt, Stadtmarketing als Spielball!
Kein Weihnachtsglanz in Klagenfurt, das Stadtmarketing am Limit und der Ärger groß. Der Beirat streicht, der Handel verzweifelt – und die Innenstadt bleibt dunkel.
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Oh, Klagenfurt, du „Rose vom Wörthersee“, was tust du uns an? Die Innenstadt droht diesen Winter in tristem Grau zu versinken, weil der Konsolidierungsbeirat, diese selbsternannten Retter der Stadtkasse, die Weihnachtsbeleuchtung auf den Opferaltar legt. 220.000 Euro für Lichterketten? Viel zu teuer, sagt der Beirat. Da spart man lieber am Glanz und lässt die Bürger im Dunkeln tappen – im wahrsten Sinne des Wortes!
Wirtschaftsstadtrat Max Habenicht (ÖVP) hält dagegen: Ohne Lichter verliert die Stadt ihren Flair, der Handel blutet aus, und die Klagenfurter flüchten ins Internet oder in die City Arkaden, wo es wenigstens festlich glitzert. Recht hat er! Wer will schon in einer Innenstadt shoppen, die aussieht wie ein verlassener Bahnhof im Novembernebel? Cornelia Hübner von der IG Innenstadt ist fassungslos: „Die einzige Stadt ohne Weihnachtslicht in Österreich? Das ist Klagenfurt!“ Gratuliere, liebe Sparfüchse, das wird ein Volltreffer für den Onlinehandel!
Und dann das Stadtmarketing, diese ewige Problembraut „Klamag“. Teuer, ineffizient, aber irgendwie unverzichtbar, oder? Nach jahrelangem Hickhack wird’s jetzt in die Rathausstruktur gezwängt, die Büros in der Paradeisergasse dichtgemacht, und die Chefin Inga Horny darf mit zwei Mitarbeitern weiterwurschteln. Aber – oh Schreck – die 500.000 Euro Budget reichen hinten und vorne nicht. 1,2 Millionen bräuchte man, um Events wie Hafen-knistern oder Drachenjagd zu stemmen, die die Leute überhaupt erst in die Stadt locken. Doch statt Glanz und Gloria gibt’s Sparzwang und ein „Medienhaus“, das irgendwas mit Synergien machen soll. Klingt nach viel heißer Luft für wenig Licht.
Klagenfurt steht am Scheideweg: Entweder man investiert in Stimmung und Frequenz, oder man spart sich in die Bedeutungslosigkeit. Liebe Stadtväter, wenn ihr die Lichter ausknipst und das Marketing auf Sparflamme laufen lasst, dann wundert euch nicht, wenn die Klagenfurter bald nur noch bei Amazon & Co. einkaufen. Frohes Fest – oder auch nicht!