Enterokokken im Wasser
Keine Entwarnung für Sattnitz
Die Keimbelastung in der Sattnitz ist laut aktuellen Proben nach wie vor hoch. Landwirtschaftliche Flächen konnten als Ursache ausgeschlossen werden. Nun werden Häuser entlang des Flusses überprüft.
Erhöhte Keimwerte
Die aktuellen Proben bestätigen erneut eine hohe Konzentration an Enterokokken im Wasser der Sattnitz. Diese Bakterien stammen aus dem Darm und können bei Kontakt über Haut oder Schleimhäute Infektionen wie Blasenentzündungen oder Wundinfektionen auslösen. Daher rät die Stadt Klagenfurt weiterhin vom Baden im Fluss ab – für Menschen ebenso wie für Tiere.
Landwirtschaft ausgeschlossen
Lange Zeit galt die landwirtschaftliche Nutzung im Einzugsgebiet als mögliche Ursache der Verunreinigung. Diese Annahme habe sich laut Stadtrat Franz Petritz jedoch nicht bestätigt: Die Gülleausbringung auf Äckern könne ausgeschlossen werden. Bei der jüngsten Beprobung seien die Werte im betroffenen Bereich im Normalbereich gelegen.
Häuser im Fokus
Derzeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Häuser entlang des Flusslaufes. Es werde geprüft, ob dort möglicherweise Abwässer eingeleitet werden. Die Stadt führt wöchentliche Wasserproben durch und arbeitet eng mit dem Land Kärnten zusammen. Obwohl die Sattnitz kein offizieller Badeplatz ist, werde mit Nachdruck an der Klärung der Ursache gearbeitet, so Petritz.
