Peter Kaiser | Statement

Neu­es Gesetz zur Mes­sen­ger-Über­wa­chung

Landeshauptmann Peter Kaiser hat sich zur neuen Messenger-Überwachung geäußert. Die Gesetzesänderung sei kein Grund zur Freude, sondern eine notwendige Notwehrmaßnahme gegen digitale Bedrohungen.

Neu­es Gesetz zur Mes­sen­ger-Über­wa­chung Landeshauptmann Peter Kaiser hat sich zur neuen Messenger-Überwachung geäußert.

© Erich Varh | Canva

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Neu­es Gesetz: Mes­sen­ger-Über­wa­chung erlaubt

Der Natio­nal­rat hat am Mitt­woch die umstrit­te­ne Mes­sen­ger-Über­wa­chung beschlos­sen. Künf­tig darf die Direk­ti­on Staats­schutz- und Nach­rich­ten­dienst (DSN) unter engen Vor­aus­set­zun­gen auch ver­schlüs­sel­te Chat­nach­rich­ten aus­le­sen – etwa bei kon­kre­tem Ter­ror­ver­dacht. Mög­lich gemacht hat das der Ein­satz spe­zi­el­ler Über­wa­chungs­soft­ware.

Befürworter:innen haben dar­in ein wich­ti­ges Instru­ment zur Abwehr schwe­rer Bedro­hun­gen gese­hen, wäh­rend Kritiker:innen vor Daten­schutz­pro­ble­men und Miss­brauchs­po­ten­zi­al gewarnt haben.

Die Maß­nah­me ist Teil eines grö­ße­ren Geset­zes­pa­kets, mit dem auch neue Trans­pa­renz­re­geln für staat­li­che För­de­run­gen und Social-Media-Akti­vi­tä­ten von Regie­rungs­mit­glie­dern fest­ge­legt wor­den sind.

ÖVP, SPÖ und Tei­le der NEOS haben zuge­stimmt, FPÖ und Grü­ne haben dage­gen gestimmt.

Peter Kai­ser hat Stel­lung bezo­gen.

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser hat sich zur neu­en gesetz­li­chen Grund­la­ge der Mes­sen­ger-Über­wa­chung geäu­ßert. In sei­ner Stel­lung­nah­me betont er, dass die Maß­nah­me nicht als Erfolg gefei­ert wer­den soll­te, son­dern viel­mehr eine bit­te­re Not­wen­dig­keit dar­stel­le. Ziel sei es, den Sicher­heits­be­hör­den recht­lich abge­si­cher­te Mög­lich­kei­ten zu geben, um Extre­mis­mus im digi­ta­len Raum recht­zei­tig zu erken­nen und zu bekämp­fen.

“Schutz und Sicher­heit der Bevöl­ke­rung in Kärn­ten & Öster­reich haben für mich obers­te Prio­ri­tät. Es ist kein Grund zum Jubeln, viel­mehr ist es eine lei­der not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung – eine Not­wehr­maß­nah­me, mit der der Gesetz­ge­ber eine drin­gend not­wen­di­ge recht­li­che Grund­la­ge schafft, um moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, die zuneh­mend von Extre­mis­ten genutzt wer­den, unter klar defi­nier­ten und rechts­staat­lich kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen über­wa­chen zu kön­nen.”

Hier das gan­ze State­ment-Video

 

Neue Geset­ze im Über­blick

Die­se Geset­zes­än­de­run­gen hat der  Natio­nal­rat am Mitt­woch beschlos­sen:

  • Mes­sen­ger-Über­wa­chung: Die DSN darf künf­tig ver­schlüs­sel­te Chats unter stren­gen Vor­aus­set­zun­gen aus­le­sen. Dafür kann auch Spy­wa­re ein­ge­setzt wer­den. ÖVP, SPÖ und Tei­le der NEOS stimm­ten dafür, Grü­ne und FPÖ dage­gen.

  • Trans­pa­renz­da­ten­bank: Ab Sep­tem­ber müs­sen staat­li­che För­de­run­gen über 1.500 Euro, die nicht an Pri­vat­per­so­nen gehen, öffent­lich gemacht wer­den. Die Ände­rung ist Teil der Umset­zung des neu­en Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zes.

  • Social Media von Regie­rungs­mit­glie­dern: Künf­tig dür­fen Büromitarbeiter:innen unter bestimm­ten Bedin­gun­gen bei Accounts mit­wir­ken. Die Rege­lung gilt rück­wir­kend, aber nicht für bereits ent­schie­de­ne Ver­fah­ren.

  • Tier­schutz und Kin­der­schutz: Ein­stim­mi­ge Beschlüs­se gab es zur bes­se­ren Reh­kitz­ret­tung bei Mäh­ar­bei­ten und zum Schutz von Kin­dern vor Sek­ten­ein­flüs­sen.

  • Dring­li­cher FPÖ-Antrag zur WHO abge­lehnt: Die For­de­rung, gegen neue WHO-Gesund­heits­vor­schrif­ten zu stim­men, fand kei­ne Mehr­heit.

  • Arbeitnehmer:innen im Fokus: In der Aktu­el­len Stun­de wur­de über Ver­bes­se­run­gen im Arbeits­recht und sozia­le Absi­che­rung dis­ku­tiert – mit unter­schied­li­chen Bewer­tun­gen der Par­tei­en.

10.07.2025 13:00
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Neu­es Gesetz zur Mes­sen­ger-Über­wa­chung Landeshauptmann Peter Kaiser hat sich zur neuen Messenger-Überwachung geäußert.

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