Kärnten
Kärntens Export bringt Milliarden-Plus
Kärnten hat 2024 trotz weltweiter Probleme mehr Waren exportiert als importiert. Die Betriebe haben einen Überschuss von 1,3 Milliarden Euro erzielt – ein neuer Rekord.
© Helge Bauer
Mehr exportiert als importiert
Im Jahr 2024 hat Kärnten Waren im Wert von 9,3 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Gleichzeitig sind um 4,8 % weniger Waren nach Kärnten eingeführt worden. Das hat zu einem Überschuss von 1,3 Milliarden Euro geführt – mehr als im Jahr davor.
Die Wirtschaftskammer lobt die Betriebe: „Unsere Unternehmen sind stark, sie sichern Jobs und bringen Geld in die Region“, so Präsident Jürgen Mandl.
Deutschland und China an der Spitze
Die meisten Waren sind nach Deutschland gegangen – im Wert von rund 2,7 Milliarden Euro. Auf Platz zwei liegt China mit über 1 Milliarde Euro. Die Exporte nach China sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen.
Die wichtigsten Produkte, die Kärnten verkauft hat, waren Maschinen, Kunststoffe und Holzprodukte. Weniger gefragt waren Papier, Stahl und chemische Waren.
Unterstützung für Betriebe
Laut Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig hängen über 60 % der Kärntner Wirtschaft am Export. Damit die Firmen international erfolgreich bleiben, hat das Land gemeinsam mit der Wirtschaftskammer ein neues Förderpaket aufgestellt. Kleine und mittlere Unternehmen sollen so leichter neue Märkte erreichen.
Weniger Importe – weniger Investitionen
Während die Exporte relativ stabil geblieben sind, sind die Importe deutlich zurückgegangen – auf rund 8 Milliarden Euro. Besonders bei Maschinen, Autos und Elektronik wurde weniger gekauft. Laut Wirtschaftskammer liegt das an der Zurückhaltung bei Investitionen.
Export sichert Arbeitsplätze
Der Export bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Laut Studien hängen in ganz Österreich mehr als 1,2 Millionen Jobs direkt oder indirekt vom Export ab. Auch ein großer Teil der Steuereinnahmen stammt von exportierenden Betrieben.
„Trotz aller Schwierigkeiten haben Kärntens Betriebe gezeigt, dass sie stark sind. Jetzt müssen wir sie dabei unterstützen, auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben“, so Hemma Kircher-Schneider von der Wirtschaftskammer.
