Villach

Zum 80. Mal ein Hoch dem Brauch­tum!

Der erste Villacher Kirchtag wurde am 1. und 2. August 1936. In diesem Jahr feiert er 80-jähriges Jubiläum.

Zum 80. Mal ein Hoch dem Brauch­tum! Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Günther Albel, Oliver Plieschnig, Kirchtagsobfrau Gerda Sandriesser und Kurt Maschke.

© LPD Kärnten/Steinacher

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Was als ers­te gro­ße Ver­an­stal­tung nach dem zwei­ten Welt­krieg auf­leb­te, ist heu­te Öster­reich größ­tes Volks­fest. Zum 80. Mal wur­de der Vil­la­cher Kirch­tag eröff­net, tra­di­tio­nell mit dem fei­er­li­chen Hoch­amt in der Stadt­pfarr­kir­che, zele­briert von Stadt­pfar­rer Richard Pir­ker und umrahmt vom Chor und dem Orches­ter des Musik­ver­eins St. Jakob und dem dar­auf­fol­gen­den Fest­zug und Bier­an­stich am Rat­haus­platz mit Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser, Bür­ger­meis­ter Gün­ther Albel, Kirch­tags­ob­frau Ger­da Sand­ries­ser und Groß­bau­er Kurt Maschke von der Bau­erng­man. Sand­ries­ser begrüß­te zudem Bun­des­rats­prä­si­dent Peter Samt, Land­tags­prä­si­dent Rein­hart Rohr und Lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner.

Geleb­tes Brauch­tum und sicht­ba­re Tra­di­ti­on

„Der Vil­la­cher Kirch­tag ist geleb­tes Brauch­tum und sicht­ba­re Tra­di­ti­on, er ist aber auch fried­li­ches und gesel­li­ges Mit­ein­an­der und zeigt damit, was uns als Gesell­schaft aus­macht: Gemein­schafts­sinn und Ehren­amt, denn ohne die­ses wäre das größ­te Volks­fest Öster­reichs nicht durch­führ­bar“, meint Kai­ser. Der Lan­des­haupt­mann dank­te allen, die über Jahr­zehn­te dazu bei­tra­gen, dass Kärn­tens Brauch­tum gelebt wer­den kön­ne, die für die Sicher­heit und das Wohl der rund 450.000 Besu­cher sor­gen. Alle, begin­nend bei den über 600 Musi­kern, den über 200 Aus­stel­lern, den über 80 Kich­tags­la­dern, den Blau­licht­or­ga­ni­sa­tio­nen, den Frei­wil­li­gen bei Feu­er­wehr und Ret­tungs­diens­ten, den Män­nern und Frau­en, die für die Sau­ber­keit sor­gen und den vie­len Trach­ten­ver­ei­nen und ‑orga­ni­sa­tio­nen — sie alle machen den Vil­la­cher Kirch­tag für ein Erleb­nis der Tra­di­ti­on und der Gegen­wart.

Im Zen­trum des Alpen Adria Raums

Der Bür­ger­meis­ter wies dar­auf hin, dass der Kirch­tag kein Event oder Par­ty. sei: “Die­ser Kirch­tag, das sind wir, das ist Iden­ti­tät. Unse­re Vor­fah­ren haben uns das Brauch­tum, die Tra­di­tio­nen mit­ge­ge­ben.” Die Beson­der­heit des Vil­la­cher Kirch­ta­ges lie­ge dar­an, dass er mit­ten in der Stadt, im Zen­trum des Alpen Adria Rau­mes statt­fin­de. Sand­ries­ser hielt fest, dass der Vil­la­cher Kirch­tag ein Fest des Frie­dens sei und der Lebens­freu­de und ver­wies auf die Geschich­te des Tra­di­ti­ons­fes­tes.

Wis­sens­wert

Der ers­te Vil­la­cher Kirch­tag wur­de am 1. und 2. August 1936 von der „Frem­den­ver­kehrs­kom­mis­si­on“ ver­an­stal­tet mit einem Blick aufs Mit­tel­al­ter. Denn 1225 ver­lieh Kai­ser Fried­rich II. Vil­lach das Recht, zwei Wochen vor und nach dem Jako­bi­tag am 25. Juli einen Jahr­markt abzu­hal­ten. 1948 wur­de der ers­te Vil­la­cher Kirch­tag wie­der gefei­ert mit einem Umzug, an dem 100 Trach­ten­ver­ei­ne teil­ge­nom­men haben. Die Bau­erng­man, die einen sozia­len Zweck ver­folg­te und Spen­den für not­lei­den­de Mit­men­schen, vor allem Kin­der, sam­mel­te, lud erst­mals 1950 zum Kirch­tag.

27.07.2025 15:00 - Update am: 27.07.2025 15:07
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Zum 80. Mal ein Hoch dem Brauch­tum! Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Günther Albel, Oliver Plieschnig, Kirchtagsobfrau Gerda Sandriesser und Kurt Maschke.

© LPD Kärnten/Steinacher