Bad Eisenkappel | Peršmanhof

Poli­zei­ein­satz bei Gedenk­stät­te – Land reagiert

Ein Camp beim Peršmanhof ist am Sonntag durch die Polizei beendet worden. Das Land Kärnten hat erste Schritte gesetzt, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.

Poli­zei­ein­satz bei Gedenk­stät­te – Land reagiert Die Gedenkstätte soll künftig vor Eskalationen geschützt werden.

© Wikimedia/Emil Zajic

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Camp durch Poli­zei been­det

Am Sonn­tag (27.08.) ist ein Camp auf dem Gelän­de der Gedenk­stät­te Perš­m­an­hof in der Gemein­de Bad Eisen­kap­pel durch einen Poli­zei­ein­satz auf­ge­löst wor­den.

Vor­läu­fi­ge Bilanz des Ein­sat­zes

Beim Poli­zei­ein­satz am Perš­m­an­hof sind laut aktu­el­lem Stand fol­gen­de Maß­nah­men gesetzt wor­den:

  • 62 Ver­wal­tungs­über­tre­tun­gen ange­zeigt
  • 2 Anzei­gen wegen Wider­stands gegen die Staats­ge­walt
  • 32 Iden­ti­täts­fest­stel­lun­gen
  • 2 Per­sons­durch­su­chun­gen

Im Ein­satz waren neben Beamt:innen des Lan­des­amts für Staats­schutz und Extre­mis­mus­be­kämp­fung auch Vertreter:innen der Bezirks­haupt­mann­schaft Völ­ker­markt, des Bun­des­amts für Frem­den­we­sen und Asyl sowie drei Poli­zei­strei­fen des BPK Völ­ker­markt.

Weil sich die Lage vor Ort rasch ent­wi­ckelt hat, wur­den zusätz­lich ein Poli­zei­hub­schrau­ber zur Doku­men­ta­ti­on, eine Dienst­hun­de­füh­re­rin und drei Beam­te der Schnel­len Inter­ven­ti­ons­grup­pe (SIG) ange­for­dert.

Lan­des­po­li­zei­di­rek­tor-Stell­ver­tre­ter Mar­kus Pla­zer hat betont, dass Orte wie der Perš­m­an­hof beson­de­re Sen­si­bi­li­tät erfor­dern. Man wer­de den Ein­satz genau auf­ar­bei­ten – den von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser ange­reg­ten Run­den Tisch unter­stüt­ze man aus­drück­lich.

Gesprächs­in­itia­ti­ve ange­kün­digt

Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser hat in einer ers­ten Reak­ti­on zur Zusam­men­ar­beit auf­ge­ru­fen. Er will Ver­tre­ter der Muse­ums­lei­tung, des Ver­fas­sungs­schut­zes, der Bezirks­haupt­mann­schaft und der Gemein­de zu einem gemein­sa­men Gesprächs­ter­min ein­la­den.

Ort des Geden­kens bewah­ren

„Der Perš­m­an­hof ist ein Ort des Geden­kens“, so Kai­ser. Es sei wich­tig, dass Hass und Gewalt dort kei­nen Platz hät­ten. Die Gedenk­stät­te sol­le in ihrer Bedeu­tung respek­tiert und geschützt wer­den – im Ein­klang mit den gel­ten­den Geset­zen.

Dees­ka­la­ti­on im Vor­der­grund

Kai­ser beton­te, dass ihm der­zeit noch kei­ne voll­stän­di­gen Infor­ma­tio­nen zum Poli­zei­ein­satz vor­lä­gen. Der Vor­fall zei­ge jedoch, wie wich­tig es sei, recht­zei­tig auf­ein­an­der zuzu­ge­hen, um Kon­flik­te gar nicht erst ent­ste­hen zu las­sen.

Land setzt ers­te Schrit­te

Das Land Kärn­ten will mit der ange­kün­dig­ten Gesprächs­run­de ers­te Maß­nah­men set­zen, um ähn­li­che Situa­tio­nen in Zukunft zu ver­mei­den. Ziel sei es, gemein­sam trag­fä­hi­ge Lösun­gen zu erar­bei­ten, um die Gedenk­kul­tur am Perš­m­an­hof dau­er­haft zu sichern.

28.07.2025 11:00 - Update am: 28.07.2025 15:00
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Poli­zei­ein­satz bei Gedenk­stät­te – Land reagiert Die Gedenkstätte soll künftig vor Eskalationen geschützt werden.

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