Klagenfurt
Radlobby fordert Radweg-Lückenschluss
Die Radlobby begrüßt den Ausbau des Radweges in der Völkermarkter Straße. Sie fordert Stadt und Land auf, im Zuge des Umbaus den Radweg noch über die Glanbrücke zu verlängern und damit die Lücke im Radwegenetz zu schließen.
Gerald Schumer: „Es wurde uns schriftlich zugesichert, dass im Zuge einer Gesamtlösung in diesem Abschnitt auch Anpassungen im Brückenbereich möglich seien."© Radlobby Kärnten
Die B70 Völkermarkter Straße ist die am stärksten befahrene Straße Klagenfurts. Sie ist durchgehend vierspurig ausgebaut. Auf einem rund 400 Meter langen Teilstück entlang dieser Haupteinfahrt klafft jedoch seit Jahrzehnten eine Radweglücke. Zwischen der Kreuzung mit der Mikschallee/Rosenbergstraße und der Görzer Allee gibt es noch immer keine Radinfrastruktur, obwohl dort am Papier der überregionale Radweg R7F verläuft. Das hält viele Menschen davon ab, auf das Rad zu steigen, da sich nur Hartgesottene auf die Fahrbahn trauen. Die zahlreichen Geschäfte in den Fachmarktzentren entlang der Völkermarkter Straße oder die CineCity sind für Radfahrende nicht oder nur über Umwege erreichbar.
Warum Lückenschluss notwendig ist
„Wiederholt haben wir auf den dringend nötigen Lückenschluss hingewiesen und bereits etliche Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten geführt. Wir begrüßen deshalb den angekündigten Ausbau auf 150 Metern ausdrücklich, der einen Teil dieser Lücke nun schließen soll”, sagt Gerald Schumer von der Radlobby Klagenfurt. Es sei jedoch notwendig, im Rahmen des Ausbaus den Radweg noch um weitere 250 Meter bis über die Glanbrücke zu verlängern. Nur so kann die sichere Anbindung an den Glanradweg hergestellt und ein durchgehender Radweg entlang der Völkermarkter Straße vom Völkermarkter Ring bis zur Stadtgrenze geschaffen werden.

Forderung: Radweglücke schließen
Besonders pikant ist in diesem Zusammenhang, dass im Sommer 2023 Fahrbahn und Gehsteig dieser Glanbrücke über Monate generalsaniert wurden. Doch anstatt vorausschauend den Platz zugunsten eines Radwegs umzuverteilen, wurden erneut vier Fahrspuren plus ein Abbiegestreifen zum Fachmarktzentrum errichtet. „Es wurde uns jedoch schriftlich zugesichert, dass im Zuge einer Gesamtlösung in diesem Abschnitt auch gewisse Anpassungen im Brückenbereich möglich seien.” Er fordere Stadt und Land auf, die damals in Aussicht gestellte Anpassung im Brückenbereich zugunsten eines durchgehenden Geh- und Radwegs endlich umzusetzen und die Lücke auf der Völkermarkter Straße zu schließen.