Nachruf

Gro­ße Trau­er um Leo Windt­ner

Der ÖFB, der KFV und die gesamte österreichische Fußballfamilie trauern um Ehrenpräsident Leo Windtner, der am Freitagvormittag im 75. Lebensjahr völlig unerwartet verstorben ist.

Gro­ße Trau­er um Leo Windt­nerVon 2009 bis 2021 stand Leo Windtner an der Spitze des ÖFB.

© kfv-fussball.at

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Mit ihm ver­liert der hei­mi­sche Fuß­ball nicht nur einen lang­jäh­ri­gen Spit­zen­funk­tio­när, son­dern vor allem eine Per­sön­lich­keit, die mit uner­müd­li­chem Ein­satz, stra­te­gi­schem Weit­blick und mensch­li­cher Wär­me den öster­rei­chi­schen Fuß­ball geprägt hat.

Cha­ris­ma­ti­sche Per­sön­lich­keit

„Leo Windt­ner hat den ÖFB und den öster­rei­chi­schen Fuß­ball über vie­le Jah­re mit viel Herz und Ver­stand geführt. Er war ein Prä­si­dent, der nah bei den Men­schen war und den Sport als ver­bin­den­de Kraft ver­stand. Sein jahr­zehn­te­lan­ger per­sön­li­cher Ein­satz, sei­ne Visio­nen und ins­be­son­de­re sei­ne cha­ris­ma­ti­sche Per­sön­lich­keit wer­den unver­ges­sen blei­ben und den Fuß­ball in Öster­reich noch lan­ge prä­gen. Wir wer­den das Wir­ken und Andenken unse­res Ehren­prä­si­den­ten Leo Windt­ner mit gro­ßem Respekt und Dank­bar­keit bewah­ren und fort­füh­ren“, wür­digt ÖFB-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Josef Pröll den Ver­stor­be­nen.

An der Spit­ze des ÖFB

Von 2009 bis 2021 stand Leo Windt­ner an der Spit­ze des ÖFB. Unter sei­ner Füh­rung erleb­te der öster­rei­chi­sche Fuß­ball sport­li­che Höhe­punk­te wie den Ein­zug des Frau­en-Natio­nal­teams ins EM-Semi­fi­na­le 2017 oder das Errei­chen des Ach­tel­fi­na­les bei der UEFA EURO 2020 der Män­ner. Die gemein­sa­men Rei­sen mit den Natio­nal­teams haben ihm stets ganz beson­de­re Freu­de berei­tet. In sei­ner Prä­si­dent­schaft wur­den wich­ti­ge Akzen­te in den Berei­chen Nach­wuchs- und Frau­en­fuß­ball, gesell­schaft­li­che Inte­gra­ti­on und Ehren­amt gesetzt.

Sein Mot­to: “Mehr als Sport”

Der Ober­ös­ter­rei­cher ver­stand Fuß­ball stets als “mehr als Sport”. Für ihn war er ein gesell­schaft­li­cher Fak­tor, ein ver­bin­den­des Ele­ment über Gene­ra­tio­nen, Regio­nen und Kul­tu­ren hin­weg. Mit Lei­den­schaft und Diplo­ma­tie führ­te er den ÖFB durch Her­aus­for­de­run­gen, bau­te Brü­cken zu Part­nern und Insti­tu­tio­nen und setz­te auf eine offe­ne, zukunfts­ori­en­tier­te Aus­rich­tung des Ver­ban­des. Auch nach sei­nem Rück­zug aus dem Amt im Herbst 2021 blieb er dem Fuß­ball eng ver­bun­den – als Ehren­prä­si­dent, der wei­ter­hin mit wachem Blick und auf­rich­ti­gem Inter­es­se die Ent­wick­lung des öster­rei­chi­schen Fuß­balls beglei­te­te. Im März war Leo Windt­ner bei der Glei­chen­fei­er des ÖFB Cam­pus in Wien Aspern als Ehren­gast vor Ort. Den Pflock für die Ent­ste­hung einer neu­en Hei­mat für den ÖFB und sei­ne Natio­nal­teams hat­te Windt­ner am Ende sei­ner Prä­si­dent­schaft ein­ge­schla­gen.

10.08.2025 11:00 - Update am: 30.10.2025 08:31
Anzeige
Gro­ße Trau­er um Leo Windt­nerVon 2009 bis 2021 stand Leo Windtner an der Spitze des ÖFB.

© kfv-fussball.at